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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Rein  isch.

erscheint  d  auch  nach  vorangehendem  r;  z.  B.  Rayßl-d  uqür
Sohn  der  Rachel,  qüasil-de  simirt  Schwänze  von  Füchsen,  zin-d
uqür  Neffe,  Bruders  Sohn,  k’  ir-de  hagir  aül-ä  wo  ist  dein  Vaterland? ­
  Vgl.  Billnspr.  §.  152.
208)  Vereinzelt  steht  -s,  -is  als  Genetivzeichen  in  einigen
Fällen,  wie:  yür-is  yür  Enkel  (Sohnes  Sohn),  sarä-s  liasä  Honigwabe. ­
  Im  Beispiel:  an  Birrü-s  hi  salät-um  ä-ker  ich  bin  nicht
Birru’s  Feind,  ist  Birrü-s  wohl  eher  Dativ,  wörtlich:  ich  dem
Birru  sein  Feind  bin  ich  nicht.  Ebenso:  ien  ieferd-s  n  Ir
suwitaü  ieh  der  Vater  dieses  Knaben  ist  krank  (wohl:  diesem
Knaben  sein  Vater  u.  s.  w.)  Ferner:  hin-is  guriyä  Hausherr  und
hin-is  iünä  Hausfrau,  wohl  =  Herr,  Frau  über  das  Haus,  also
ein  Ablativ,  vgl.  §.  242  und  Billnspr.  §.  156.  Im  Idiom  von
Agaumeder  wird  der  Genetivcharakter  übereinstimmend  mit
dem  des  Dativs  als  -s  angegeben, 1  in  der  Quarasprache  erscheint ­
  ’H  als  Genetivzeichen  nach  Masculinen,  ’fi  (vielleicht  z,
aus  zi)  nach  Femininen,  z.  B.  •
H s  l.H  (Rut.  1,  1)  zur  Zeit  der  Richter,  welche  über
Israel  herrschten.  '•  1"H.  = 2  dt.A:  (Genes.  27,
27)  meines  Sohnes  sein  Geruch  ist  Ackerduft.  }\(l. a 7./lYld !
'•  'iTl  :  dfi  :  11.00*  ■  (Rut  1,  3)  und  Elimelech,  der  Naomi
ihr  Gatte,  starb.  Dass  dieses  genetivische  ”JJ  mit  dem  gleichlautenden ­
  Ablativcharakter  identisch  sei,  ist  wohl  zu  erschliessen
aus:  IUP>TI*  *  3  ll.7>  =  U-Cd  ’■  Yl-HI  =  :  (Genes.
27,  29)  werde  ein  Herr  deiner  Brüder  (über  deine  Brüder)  und
deiner  Mutter  Söhne  sollen  sich  vor  dir  neigen!  1  Ebenso  vereinzelt ­
  kommt  im  Chamir  -r  statt  -t  im  Genetiv  vor;  ich  finde
voll  diesem  Gebrauche  in  meinen  Materialien  nur  vor:  är-ir
idw-ul 0  im  Antlitz  des  Korn’s,  dann:  kitd-r  gis  mehr  als  ihr,
hatd-r  gis  mehr  als  sie,  dagegen:  yi-t  gis  mehr  als  ich,  kü-t  gis
mehr  als  du,  hi-t  gis  mehr  als  er,  hir-te  gis  mehr  als  sie.
1  Th.  Waldmeier,  Wörtersammlung,  S.  26—28.
2  Für  'Z-Tf'H-  von  i,  Cham,  güiz,  Bil.  güad  Ackerbestellung;  pflügen, ­
  ackern,  aufgraben.  In  Chamir  würde  der  Satz  lauten:  yi  yurä-t  iii
ytirci  güis-te  yßva,  Bil.  y*  uqrd-v  qirü  güacl-ir  qirü.
3  Für  hKd-  :  hy.:  Bilin:  adard  agi.
4  Bibelmanuscript  in  der  Quarasprache  vom  Falascha  Debtera  Beru,  mir
durch  Herrn  M.  Flad  gütigst  besorgt.
5  Doch  habe  ich  auch  verzeichnet:  laiL  giriya-s  bo  vor  einem  Tage,  selcä
girk-is  bb  vor  zehn  Tagen,  ardt-is  bdwu-l  vor  dem  Bette.
            
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