Die Cliamirsprache in Abessinien. I.
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tionen näher bestimmt werden, um die Richtung nach oder von
einem Orte, das Verharren an demselben u. s. w. (Locativ,
Instrumentalis u. dgl.) zu bezeichnen.
I) Der Nominativ.
204) Das Subject ist durch kein besonderes Casuszeichen
charakterisirt, sondern der nackte Wortstamm erscheint als
Nominativ. Die Stellung desselben ist eine ziemlich freie, in
der Regel aber steht das Subject vor dem Satzverbum; z. B.
Yösifti hi zin qiyuh den Josef verkauften seine Brüder. Kardn-sl
oyursauk hi qür inhi Ra/il-d uqür Yöslf ieferä winu, Binyäm
Kenadn oyursu unter allen seinen Söhnen, welche in Haran geboren
worden, war Josef der Sohn der Rachel der jüngste, denn
Benjamin ward in Kanaan geboren. Yäqöb n uqür-is inki Yösifti
ieqanau winu unter allen seinen Sühnen liebte Jacob den Josef.
2) Der Genetiv.
205) Die kürzeste Art, den Genetiv auszudrücken, wird dadurch
bewerkstelligt, dass das Nomen rectum einfach dem regens
vorangestellt wird; z. B. bäh er digürä Klippe (Meeresfels), gesih
lalä Hundsbiene (Wespe), hin mirä Hausthüre, yar zilä Nachtvogel
(Fledermaus) u. s. w. Diese Art Genetivbildung kann mit
dem semitischen Constructus verglichen werden, da bisweilen das
Wort in der Genetivstellung verkürzt wird, indem Nomina auf -ü
dieses im Genetiv abwerfen, z. B. ihn güriyä Ehemann (Herr einer
Frau, iüna), amir bol Neujahr (Fest des Jahres, amrä) u. s. w. Bisweilen
wird auslautendes -ä, ohne abgeworfen zu werden, nur zu
« gekürzt, wie: küarafenä Sonnenaufgang, Ost (küdrä die Somie),
küdra twdnä und küar twdnä West, mirbd il Nadelöhr u. s. w.
206) In der Regel wird der Genetiv jedoch gebildet, indem
zwischen das Nomen rectum und regens ein te oder t eingeschoben
wird; auslautendes -ä des Nomen rectum geht vor te
in a und a über, z. B. Abrahvm-te hin Abrahams Haus, ir-t
iünä des Vaters Frau (die Stiefmutter), yamrä-t liagir das Agauland,
ivitadrd-t dünküdn das Zelt eines Soldaten, bdra-t zuh der
Name des Sklaven (bdrä), ihnd-t oq die Brüste eines Weibes,
yfird-t ir der Vater des Mädchens u. s. w.
207) Lautet das Nomen rectum auf l oder n aus, so
schwächt sich der obige Genetivcharakter in de, d; bisweilen