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Rein i sch.
näy. Auf meine Bemerkung, dass Birru wie oben angegeben
construirt habe, entgegnete er mir, ja in Soqota sage man so,
auch in Wag würde man das gut verstehen, gewöhnlicher aber
sage man ltlz-an statt kis-tän. Dieselbe Pluralform -an habe
ich auch einige Male von Birru aus Lasta gehört, so in: giml-än
Kamele, sing, gimil; nifg-dn Geizhälse, von nifig; nibiy-än
Träume, von nibi Traum, ferner in den Lehnwörtern: höd-äm,
plur. hödam-än gefrässig, haketdm plur. haketam-dn träge u. s. w.
Ohne hieraus an diesem Orte einen weiteren Schluss zu ziehen,
will ich hier nur die Identität der beiden Pluralelemente -an
(-an) und -tan (-tan) constatiren. Aus jenem -an ist wohl der
Plural im Bischari auf -ä mit Abfall des Nasals entstanden.
202) Aus dem Plural auf -an (-an) kann mittelst Anfügung
von -t ein Abstractum gebildet werden, z. B. von hast Lüge,
die Form hast-dnt Lügengewebe; iesldmä ein Muslim, plur.
ieslam-dn, davon ieslam,-dnt die muselmännische Welt, alle Bekenner
des Islams; barüd Pulver (barud-ä ein Pulverkörnchen),
davon barüd-dnt Pulvervorräthe. 1
Anmerkung. Vereinzelt kommt -täy als Pluralelement
vor in ena-täy Mütter (ehä Mutter), okün-täy Frauen, dann in:
Jäten-täy ihr, näy-täy sie, aü-täy welche?, womit wohl auch im
Zusammenhänge steht -zäy in: ien-zdy diese (plur. von ien dieser)
und iez-zäy jene (plur. von ied jener); vgl. im Quara: en dieser,
plur. en-zö, und yin jener, plur. yin-zö; 2 im Agaumeder: en
dieser, ani jener, plur. eni-sa. 3
3) Die Casusbildung.
203) Das Chamir unterscheidet : Subject (Nominativ),
Object (Dativ und Accusativ), den Abhängigkeitscasus (Genetiv)
und die verschiedenen Casus, welche mittelst Postposi-1
Vgl. den äthiop. Plur. auf -ät.
2 h'i Plur. h ’/U und y-i ■ plur. y/iu ■ M. Flad, descript. of the
Falascha pag. 25 schreibt en plur enso und yin plur. yinso. Die Form
-zö ist wohl aus zaü = zay, vgl. z. B. Bil. näü sie = Cham, näy
u. s. w. Die Endungen: -täy, -zäy sind gewiss aus -tan, -sän; vgl. §. 53
und 59.
3 Th. Waldmeier, Wörtersammlung, S. 26.