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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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ßeiniscli.

198)  In  lautlicher  Hinsicht  tritt  im  Chamir  gleich  dem
Billn  1  ebenfalls  die  Erscheinung  zu  Tage,  dass  in  Folge  von
Anfügung  des  singulären  -ä  häufig  der  letzte  oder  vorletzte
Radical  des  Stammes  eine  Veränderung  erleidet;  so  geht:
a)  t  und  d  bisweilen  in  r  über,  wie:  amit  (Gr.
A.  : )  Zeit,  Jahr,  davon  amr-ä  ein  Jahr;  samid  oder  sdvide
(G.  A.  “lÜlt)  Genossenschaft,  Kameraden,  davon  samr-d
der  Gefährte.  Diesem  Zuge  folgend  zeigt  sogar  das  Wort  zejrä
(A.  der  Affe,  im  Plural  zejit.  In  ginit  die  Klippschliefer,
sing,  gini-rä  (Bil.  gehs-rä,  G.  °lfh,:)  ist  das  individualisirende
-to  ebenfalls  =  früherem  -tä,  vgl.  §.  43  d.
b)  Auslautendes  l  geht  vor  singulärem  -ä  ebenfalls  oft  in
r  über,  so:  duqal  die  Esel,  davon  duqdr-ä  der  Esel;  von  sibil
(auch  sibil-le)  lautet  der  Singular  s'ibr-ä  (Bil.  sabarä  plur.  sAfal)
Schlange;  hicil  Schwärze,  lautet  im  Singular  nicr-d  ein  schwarzer
Gegenstand.  Dieser  Analogie  folgt  bil,  im  Singular  bir-ä  der
Stier,  obwohl  dieses  zweifellos  =  G.  “VS??-c)
  K-Laute  zeigen  vor  singulärem  -ä  Abschwächungen  zu
y  ■  und  fallen  bisweilen  ganz  ab;  so  hat  dirkün  im  Sing,  dirun-ä
(zunächst  aus  dirhun-ä,  Bil.  dargünä)  Sykomore;  olcün  s,
vf-T  0  Weiber,  im  Sing,  üna  (aus  uhün-a,  Bil.  ogina  plur.  uhuin)]
giluk  ("/AW'  ■')  Männer,  im  Sing,  giluwü  (aus  gilkü-ä,  Bil.  giruivü
plur.  gurü,  aus  girhü)  ;  giruk  0  Hühner,  im  Sing,  giruw-ä
(aus  girhü-ä,  girkü-ä,  Bil.  dlruwü  plur.  diruk);  girke  Tage,  im
Sing,  griy-ä  neben  girk-ä;  lik  Feuer,  im  Sing,  liy-ä  (zunächst
aus  lih-ä,  Bil.  lügä  plur.  lak);  zilk  (für  zikl)  Vögel,  im  Sing.
zil-ä  (Bil.  jagalä  plur.  jdkal);  mic  Brod,  im  Sing,  miy-ä  Brodstiick;
  vgl.  §.  69  ff.
199)  Sämmtliche  consonantisch  auslautende  Singularstämme
(die  auf  1,,  ü  mitbegriffen)  können  den  Plural  mittelst  Anfügung
von  -t  oder  -te  (nach  Doppelconsonanten)  bilden,  wie  z.  B.:

abin  plur.  abin-t  Gast
iel  „  iel-t  Auge
ir  „  ir-t  Vater
iesin  „  iesin-te  Nase
gizin  „  gizih-te  Hund

ein  plur.  cin-t  Männchen
kiff  „  kif-te  und  kiff-it
Flügel
kisin  „  kisin-te  Feld
kiü  ,,  kiu-t  Tribus

1  Bilinspr.  §.  140  ff.
            
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