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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Rei  niscli.

gross;  aber  y’  ardt  San  etin  iiir  dieses  mein  Angareb  da  ist  klein. 1
Aeusserliche  Merkmale  des  Genus  am  Nomen,  wie  solche  das
Bilm  wenigstens  an  vielen  weiblichen  Nennwörtern  noch  besitzt, 2
kennt  das  Chamir  nur  noch  im  Worte  tayir  (Bil.  t-egr-i)  die
Tante  väterlicher  Seite,  Schwester  des  Vaters,  vgl.  ayir  (Bil.
eger)  cTer  Vater.
195)  Das  natürliche  Geschlecht  an  Menschen  und  Thieren
wird  entweder  durch  verschiedene  Ausdrücke,  wie:  ayir  (Bil.
eger)  Vater  und  jenä  (Bil.  ganä)  Mutter,  giluicä  (Bil.  giruwä)
Mann  und  iiinä,  ünä  (jt\Bil.  oginä)  Weib,  bira  Stier
und  luwü  Kuh  u.  s.  w.,  oder  bei  gleichlautenden  Gattungsnamen
durch  gewisse  Beisätze  unterschieden,  wie:  bdrä  Sclave  und
Sclavin,  letztere  auch  bar’  ünä;  ddbä  Taube,  dab  giluwä  Tauber;
caycä  Antilope  redunca  (Amh.  'fl(FC : )>  Q a yc’  änä  das  Weibchen
davon  (Amh.  <£,4*  ■’);  gizin  (Bil.  gidin)  Hund,  osre  gizin  (Bil.
gidin-i)  Hündin;  azo  ividil  fern.  osrB 3  widil  Junges  von  Thieren;
ficerä  Ziege,  begä  Schaf,  giruwä  Huhn,  aber  ein  ficerä  Ziegenbock, ­
  ein  begä  Schafbock,  ein  giruwä  Hahn  u.  s.  w.
2)  Die  Zahl.
196)  Das  Chamir  unterscheidet  Singular  und  Plural.  Die
ursprüngliche  Bildung  des  letzteren  scheint  in  den  Agausprachen
in  der  Wiedei'holung  des  Singularstammes  bestanden  zu  haben
(also  eigentlich  ein  Dual),  wofür  noch  zahlreiche  Belege  in
sämmtlichen  Agau-Idiomen  vorliegen;  so  in  der  Sprache  von
Agaumeder:  aki  der  Mensch,  plur.  ak-aka;  yarin  der  Stein,  plur.
yarina-yariha;  yüna  Weib,  plur.  yüna-yüna  u.  s.  wd  Ebenso  im
Dembea:  zen  Bruder,  plur.  zene-zen;  yir  Mensch,  plur.  yir-yir;  kiriha
  Stein,  plur.  kir-kirina, 5  vgl.  auch  Billnspr.  §.  138.  Im  Chamir
1  nir  pron.  tert.  sing.  fern,  generis,  §.  219.  Vgl.  Bil.  ar  durra  (raasc.  gen.),
aber  ar-ü  ein  einzelnes,  kleines  Durrakörnchen  (gen.  femin.  Bilintexte
pag.  212,  6),  analog  dem  Ge f ez,  cf.  Wort,  masc.  gen.,  aber
htlx'l:  ■■  .‘»■A  ein  Wort.  Auch  im  Tamaschek  wird  das  Deminutiv
durch  die  Femininform  ausgedrückt,  z.  B.  ayerem  Stadt,  aber  t-ayerem-t
Städtchen.  Vgl.  auch  Amh.  :  Stadt,  aber  ^ as  Städtchen.
2  Billnspr.  §.  131—133.
3  Bil.  nan-Tiuy  männlich,  fern,  üsari  weiblich,  vom  Stamm  toti  ■■  v &*
§.  28,  Note  1  und  §.  59.
1  Th.  Waldmeier,  Wörtersammlung,  S.  27.
5  J.  Halevy,  Actes  de  la  soc.  philol.  III,  165,
            
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