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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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.Heini  sch.

(Billnspr.  §.  118,  Anmerk.  2),  ein  Gebrauch,  den  ich  im  Chamir
bei  Nominalbildungen  mittelst  -nä  nicht  kenne,  wohl  aber  bei
dem  folgenden  Suffix  auf  -nä.
176)  Das  Suffix  -nä  kennen  wir  bereits  als  Objectssuffix
in  §.  155.  Es  nimmt  Personalsuffixe  an,  z.  B.  hazen-da-nd-s
dis  ysker  ich  bin  nicht  fröhlichen  Muthes  ob  deiner  Traurigkeit.
Das  Negativ  wird  mittelst  y,  l  (=  Bil.  g)  gebildet,  als:  haznl-ra-nd-s
  ciqnd  1  digc.dr  über  deine  Nichttraurigkeit  (dass  du
nicht  traurig  bist,  darüber)  bin  ich  sehr  erstaunt.  Zur  Bildung
von  Nennwörtern  finden  wir  dieses  -nä  verwendet  in:  oyrind
Zeugung,  yürsinä  Geburt  plur.  o/ursin  Familie,  Nachkommenschaft, ­
  Stamm,  Tribus,  kin-te-nä  Lernstoff,  was  man  zu  lernen
hat,  plur.  kin-tin  Wissenschaft,  km-s-enä  Lehrstoff,  Disciplin
(Gegenstand,  den  der  Debtera  seinen  Schülern  beizubringen
hat),  kr-nd  der  Tod,  kase-iid  meist  pluraliter:  kaSin  der  Morgen
(Morgenstunden),  künih  der  Abend,  duyäre-nü  Störrigkeit  (duydrä
Esel).  Vielleicht  gehört  hieher  auch  Und  (Bil.  lahd)  zwei,  vgl.
A.  Af:,  G.  AAP  s,  cf.  §.  12  und  g.  18.  An  solche  Nomina
kann  auch  das  Adjectivelement  -ft  (fern.  -I,  plur.  -nk,  vgl.  §.  160)
angefügt  werden,  wie:  cas-n-ü  Farzer  (cas-hd  Farzerei,  ras
farzen),  kr-n-ü  todt  (von  ki-t  sterben),  du/ar-en-n  störrig,  leinteh-tt
  Student.
Anmerkung.  Dieses  nä  kommt  auch  selbstständig  in  der
Bedeutung  Ding  vor,  z.  B.  wurä  nä  häsebrii  woran  (an  welche
Sache)  dachtest  du?  An  Gündiril  agikan  wur’hä  dis  yicis  wie
(in  welcher  Art)  froh  wäre  ich,  wenn  ich  nicht  in  Gon  dar
wäre!  Es  wird  auch  postpositionaliter  mit  der  Bedeutung  von
Bil.  sand  wie,  gebraucht;  z.  B.  yi  nä  wie  ich,  Icü  nä  wie  du,  ni
nä  wie  er;  y’lr  gin-aü  k’ir-te  nä  (Bil.  y’eger  ganäuy  ku  eger-d
sand)  mein  Vater  ist  so  alt  als  dein  Vater.  Vgl.  auch  ätreüd,  Bil.
atarsanü  eine  Hülsenfruchtsorte,  wörtlich:  ,der  ’■  ähnlich'.
Hieraus  darf  vielleicht  gefolgert  werden,  dass  nä  (aus  nhä  für
hnä)  aus  sanä  entstanden  ist;  vgl.  §.  46.
177)  Das  Suffix  -dnä  bildet  Nomina  actionis,  wie:  adn-dnä
Jagd,  amn-dnä  Glaube,  arq-dnä  Kunde,  buql-dnä  Wachsthum,
birbir-dnä  Raubzug,  bitn-dnä  Verschwendung,  duqu-dnä  Redeweise, ­
  Dialekt,  dunqür-s-dnä  Trotz,  fis-dnä  Aussaat,  fitn-dnä

1  Für  ciq-na-s  in  hohem  Grade,  Bildung  mittelst  -na.
            
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