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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Chamirsprache  in  Abessinien.  I.

G51

saü  ni  qür-lid  inki  Rayßl-d  itqür  Yösöf  Sugüäuy  sdnauk)  von
allen  seinen  Söhnen,  die  ihm  in  Charan  geboren  worden,  war
Josef  der  Sohn  der  Rachel,  der  jüngste.  Bijiq  zibin  winauk
qürSe-t  iün  (Bil.  gariu/  uioän  scindü  aqrüs  ’üniigü-lu)  sie  gaben
ihm  Thaler,  die  sehr  alt  waren.  Liqiii  firciuk  iek-et  inki  ni
abist-et  sein  junu  (Bil.  bärnö-lü  fiü  ik  inki  ni  gamdn-si  ca’anö
arugu-lom)  seine  Löwen  beladen  habend  traf  er  auf  alle  jene
Leute,  welche  ihn  verlassen  habend  fortgezogen  waren.
IGO)  Für  die  tertia  singularis  und  pluralis  existiren  neben
den  oben  in  §.  159  angegebenen  Suffixen  -ad  fern,  -ray,  -rü
plur.  -auk  in  folgenden  mir  bekannt  gewordenen  Fällen  kürzere
Suffixe  auf  -ü  fern,  -i  plur.  -uk  und  zwar  in:  br-ü  rüstig,  gesund, ­
  frisch  (von  bir  warm,  lebhaft  sein),  dalin-ü  heil,  unversehrt, ­
  gab-n  zanksüchtig  {gab,  Bil.  gab  sprechen),  ginet-ü  roh,
ungeschlacht,  gayn-ü  Tränzer,  lmbt-ü  reich  geworden,  liayl-Ü
stark,  Icibb-tt  abgerundet,  rund,  kün-ü  Nacht  geworden,  finster
(dann  auch  Nomen:  Abend),  lib-a  klug,  ligm-n  träge,  lilm-ü
saftig,  grün,  lis-ü  sanft,  nifg-ü  geizig,  rigs-ti  billig,  sits-ü  krank,
tisf-n  hasenschartig,  wird-n  breit,  wit-tt  klein,  gering.  Diese
Suffixe  können  auch  an  Nennwörter  angefügt  werden,  so:  bin-ü
verschuldet  {bin  Schuld,  debitum),  bir4  Frau  in  der  Menstruation ­
  (bir  Blut,  bir  warm  sein,  wovon  bru  rüstig),  iedm-ti  bejahrt
{iedim  Alter),  iomq-il  schmutzig  (aus  iemqü-u  von  iemqü-ä  Schmutz)
auch  in  der  Reflexivform  iomq-r-n  schmutzig,  beschmutzt,  brind-ü
roh,  ungekocht  (brind  rohes  Fleisch),  Birr-u  n.  pr.  m.  (wörtlich:
der  Zöllner,  von  birre,  A.  flC !  Zollplatz),  gisuw-i  schwanger  {gizTi
=  Bil.  güadug  Bauch,  güadgü-ri  schwanger),  hcirr-a  von  Seide,
seiden  (A.  :  Seide),  sümr-n  geschwänzt,  mit  einem  Schwanz
versehen  (zimir  Schwanz),  tel-U  Arzt  (tel-ä  Arzenei).  Audi
können  diese  Suffixe  an  Nominalelemente  angefügt  werden,
wie:  kr-n-n  todt  {kr-nä  der  Tod,  lci-t,  Bil.  ki-r  sterben)  cas-n-U
Farzer  (vgl.  §.  176),  dis-tä  erfreut,  lil-t-u  schlammig  (vgl.
§.  172),  dekäm-ü  (von  A.  JP/Jj?”  :)  oder  auch  delcm-n  (von
Rhao : )  =  A.  £*h-9"i  schwach.  In  der  ersten  und  zweiten
Person  sind  die  Ausgänge  wie  in  §.  159,  als:  an  br-ar  ich  bin
rüstig,  kiit  br-ddr  du  bist  rüstig.  Uebrigens  ist  dieses  Suffix
-ü  bereits  im  Erstarren  begriffen  und  kann  auch  für  die  erste
und  zweite  Person  gebraucht  werden,  als:  an  br-ü  an  ich  bin
rüstig,  kiit  brü  Mit  du  bist  rüstig.  Im  Billn  lautet  dasselbe
            
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