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Kein is ch.
Hella küta-cis nayi-nan, rak-8-äyrnak-{m citnls (Bil. Silldq-sl
näqigndn-iUcüm, saklr-gi-dnid) gäben wir euch kein Bier, so
würdet ihr nicht betrunken werden. Kistiyan aginan, sinbit
qids-äkü-m anis (Bil. histän a’dgnan sanbär qaddasginid) wären
sie keine Christen, so würden sie den Sonntag nicht feiern.
Anmerkung. Für das Perfect werden die Formen in
§. 142 in Anwendung gebracht.
H) Der Optativ.
145) Dieser Modus wird im Chamir, abweichend vom
Bilin (Bilmspr. §. 86 — 87), durch den Conditional in Verbindung
mit bestimmten Partikeln des Wunsches oder der Frage
bezeichnet; z. B. wind (oder loäydni) HabeSä dg-an o wäre ich
in Habesch! wind HabeSä agran (oder dran) o wärest du in
Habesch! d. i. o wenn ich wäre u. s. w. Ebenso: ay wurä
HabeSä äg-an-ä o wäre ich in Abessinien! ay wurä HabeSä
äg-ran-ä o wärest du in Abessinien! d. i. ach, was (wie schön)
wäre es, wenn ich in Abessinien wäre u. s. w. Im Negativ:
■wind HabeSä, ag-ik-an o wäre ich nicht in Abessinien! Im
Perfect wird den Verben ag sein, werden, win gewesen sein,
das Hauptverb in der Relativform vorangestellt, z. B.: ay wurä
Birriit tas-är äg-an-ä, o hätte ich Birru geschlagen! ay wurä
Birriit tas-rdr äg-ran-ä o hättest du Birru geschlagen! Ebenso
im Negativ: ay wurä Birriit tas-iker äg-an-ä o hätte ich
Birru nicht geschlagen! ay wurä Birriit tas-i-yar äg-ran-ä
o hättest du Birru nicht geschlagen!
I) Der Modus der Gleichzeitigkeit.
146) Auch dieser Modus wird, verschieden von der Bildung
im Bilin (Billnspr. §. 93 ff.) im Chamir dadurch ausgedrückt,
dass man an die Formen des ersten Conditional die Postposition
-di bei, während, ansetzt; z. B. an ienil äg-an-di 1 wurdrü
ieter-i-nd während ich hier weile, soll Niemand kommen! Doch
wird dieser Modus auch für gewöhnliche Temporalsätze in Anwendung
gebracht; z. B. ien migä-t ien-ti ien mäl-an-di, iii-t
1 Oder ist hier vielleicht an G. hjn- zu denken? cf.
: (Matth. 26, 40) er fand sie schlafend = er kam zu ihnen,
während sie schliefen.