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Keini scli.
sollen, wird dafür das Causativ-Reflexiv gesetzt; z. B. ezü-t-is
lass’ dich binden! von ezü-t-s sich binden lassen.
136) Der Imperativ der negativen Form setzt an den
Verbalstamm im Singular -tä, im Plural -tenä an; z. B.
gdb-tä rede nicht!
kü-tä tödte nicht!
adin-tä jage nicht!
liqiq-tä gehe nicht fort!
d-tä, dg-tä werde nicht!
lilqüe-tä bestreiche nicht!
SiSit-tä strauchle nicht!
azz-it-tä gehorche nicht!
plur. gäb-tenä !
„ kü-tenä!
„ adln-tenä!
„ liqiq-tenä!
„ ä-tenä, äg-tenä!
„ lilüq-tend!
„ siSit-tenä!
„ azz-lt-tenä!
Anmerkung 1. An eine Respectsperson von hohem
Range wird nie die Einzahl angewendet, sondern dafür die
tertia plur. des Jussiv gebraucht; z. B. dahnd-s ci schlaf wohl!
dahnd-s eiten schlafet wohl! dahnd-s eihä schlafen Sie (=du)
wohl!
Anmerkung 2. Vergleicht man den Imperativ der positiven
Form mit dem des Bilm, z. B. gab (Bil. gäb-i) sprich!
plur. gdb-ten (Bil. gäb-ä), so besteht anscheinend kein Zusammenhang
der Formen in den beiden Idiomen. Doch entspricht
1) im Singular Cham, yua-i genau dem Bil. qü-i iss!
2) Die mouillirten Formen des Chamir in §. 133—134 setzen
die Existenz eines früheren i gleich wie im Billn voraus, wie:
qatqdc = Bil. qatqdt-l, daj = Bil. ddd-i, waz = Bil. wds-i,
ebenso in den Reflexiv- und Causativformen, wie: kin-ic —
Bil. kin-ti, Icin-is = Bil. Jcin-si, n(t§ — Bil. näq-si u. s. w. (vgl.
§. 39 und 42, -und Isenberg, Amhar. Gramm, pag. 19). Hiezu
kommt noch 3) der Umstand, dass auch die Quarasprache,
von welcher sich vermuthlich das Chamir zunächst abgezweigt
hat, und zwar weit früher, als das Bilin sich vom Chamir getrennt
hat, den positiven Imperativ genau in der Weise des
Bilin bildet; z. B. Sdb-l mache! plur. Sdb-ä = Bil. häb-l plur.
hdb-ä. Aus diesen drei Thatsachen ist wohl zu erschliessen,
dass das Chamir im Singular ebenfalls einst auslautendes i
besessen, selbes aber entweder spurlos abgeworfen oder aber
durch Mouillirung absorbirt hat. In derselben Weise wie im
Chamir scheint auch im Saho i des Singulars abgefallen zu
(