Die Chamirspraclie in Abessinien. I.
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V. Passivstamm
A) Passive Grundform
l 2 3 4
aden-s adl-s kii-s yu-H
B) Passiva aus Causativen C) Passiva aus Reflexion
12 12 3
bir-S-S güi-S-s go-t-s ka-t-S tam-t-es
VI. Gegenseitig-keitsstainm
A) Einfaches Reciprocum B) Causativ des Reciprocums
12 1
emqümqü-S eqaneqan-s eqaneqan-s-es.
Dieser Tabelle zufolge werden im späteren Verlaufe die
verschiedenen Verbalstämme des Chamir einfach durch die
Ziffern: II, IIIA, III Ca u. s. w. bezeichnet werden.
111) Aus dem Semitischen werden oft Verba in verschiedenen
Stammformen herübergenommen und an diese die Chamirendungen
wie an einheimische Stämme angesetzt; z. B.: äbres-ü
er demolirte = Ty.=, Causativ von in Ruinen
zerfallen. An diese entlehnten Stammformen werden auch noch
stammbildende Elemente des Chamir angesetzt; z. B. abr'is-as-u
er liess demoliren, äbres-r-ü er trug sein eigenes Haus ab.
Ebenso timen wollen, limn-ü er wünschte = A. ■f'an’f: (von
davon timen-s Wünsche erregen, timen-t für sich Wünsche
hegen; oder tismam Gefallen finden an Jemand = A.
(von ;), davon Causativ tismam-s eine gute Meinung für
Jemand verursachen u. s. w.; vgl. auch Bilmspr. §. 61.
3) Tempora des Verbums.
112) Im Chamir werden drei Zeiten unterschieden und
zwar: Präsens, Perfect und Futurum, als: wdz-a-uk er hört,
ivaz-ü er hat gehört, wdz-tü er wird hören. Da diesen einfachen
Zeitformen zumeist aoristische Bedeutung zukommt, so
wird, um ein duratives Präsens, Perfect oder Futurum auszudrücken,
das Verbum entweder in der Participial- oder Relativform
mit einem Auxiliarverb verbunden, worüber sub §. 183 ff.
zu vergleichen ist.