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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Charairsprache  in  Abessinien.  I.

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Stellung.  Im  Allgemeinen  können  jedoch  hinsichtlich  des  Accentes ­
  folgende  Normen  zur  Richtschnur  dienen:
a)  Der  Hauptaccent  geht  nie  auf  die  drittletzte  Silbe  zurück, ­
  sondern  ruht  auf  der  letzten  oder  vorletzten  Silbe.
b)  Bei  zweisilbigen  Wörtern  ruht  der  Accent  auf  der
letzten  Silbe,  wenn  der  Yocal  derselben  an  Quantität  den  der
vorangehenden  Silbe  überwiegt;  z.  B.  agclä  Heuschrecke,  amrd
Jahr,  bicllä  Schaden,  burä  Mehlsuppe,  degrd  Unrath,  dukld
Steinbock,  ami  Dorn,  lib  -ü  fern,  lib-i  klug,  barüd  Pulver,
fetal  Leibtuek,  etdn  Weihrauch,  heddr  der  dritte  abessinisckc
Monat;  kiydn  Hochzeit.
c)  Der  kurze  Vocal  einer  (einfach  oder  doppelt)  geschlossenen ­
  Silbe  im  Auslaut  überwiegt  einen  kurzen  Vocal  der  vorangehenden ­
  offenen  Silbe,  z.  B.  alib  Fussspange,  arib  Freitag,
hagir  Land,  meqbir  Grab;  adint  Wildpret,  gesin  Hund,  kisiii
Feld,  medriy  Thürschwelle.
d)  Auf  der  vorletzten  Silbe  ruht  der  Accent,  wenn  der
Vocal  derselben  durch  Natur  oder  Position  lang  ist;  z.  B.  büdä
Wehrwolf,  bunä  Kaffeebohne,  dösä  Eleusine,  ltnä  Deichsel;
bdzrä  (aber  plur.  bariz,  nach  §.  83,  c)  Stute,  fdrze  (von  firzü)
Pferde,  birre  Zollplatz,  harre  Seide,  dirbe  Stockwerk,  cimtä
junger  Stier.
Anmerkung.  Der  Vocal  a,  a,  wenn  aus  ä  hervorgegangen, ­
  gilt  für  den  Accent  als  lang;  z.  B.  baba  (Bil.  bdnbä)  Maulbeerbaum, ­
  bdrä  (A.  QCf:)  Sclave,  fdnä  (A.  :)  Fackel,
gdzä  (A.  Jl’fi  :  gäSM)  Schild,  /dz«  (G.  :)  Fisch.
e)  Bei  dreisilbigen  Wörtern  ruht  der  Ton  in  den  sub  b
und  c  angegebenen  Bedingungen  auf  der  letzten,  in  den  sub  d
berührten  Fällen  auf  der  vorletzten  Silbe;  zugleich  erhält  die
drittletzte  Silbe  einen  Nebenaccent,  wenn  die  letzte  Silbe  den
Hauptton  trägt;  z.  B.  birberä  Pfeffer,  bärayfi  Wüste,  bänderds
Marschalk,  digürä  Fels,  ficerä  Ziege,  gibbenä  Eidechse,  HäbeSd
Abessinien,  näkerä  Kummer  u.  s.  w.;  biusä  Feigenbaum,  baritä
Nachttopf,  duyarä  (Bil.  duqdra)  Esel,  jiriydnä  (Bil.  jigräna)
Perlhuhn,  qalunä  Ei;  bukürtä  eine  Brodsorte,  dugüUä  ebenfalls
eine  Brodsorte,  galimtä  Hure,  güacirtä  Stachelschwein,  jirdffä
Peitsche,  mikiddä  Polster.
            
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