Die Chamirsprache in Abessinien. I.
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zoq und zaüq — G. H'flrfi : (§• 66) schlachten, opfern; siqaw —
g. x*difl schwer sein u. s. w.
78) Sehr selten steht im Chamir m = b, f, ic; mir sind
hiefür nur folgende Fälle bekannt: rnirä neben Mia Thtire, vgl.
a. tu: -., mirmir (A. tto£tro£;) = burbur y (A. Odttd v G.
ncnt :) ausspähen, -spioniren; qilim und qalim (A. „d’A.y":) =
Bil. qaldb (Saho, 'Afer qällb, Ty. 4’ A>'fl 0 die Wasserpfeife,
Nargile; qiimtä = A. ‘Ml'L: Herd; qämerä — Bil. küardb Joch.
79) Häufiger zeigt das Chamir b, io, ü für m in den übrigen
Idiomen; vgl. z. B. bisrd plur. bisir = A. t/nfiC :, Ti. iJD'iftC.:
(doch G. ’dCtl’i 0 Linse; bitld = A., G. : Hase (§. 57);
gebär (Quara gebär) Hälfte, zu A. : gehörig, woher :
Hälfte (§. 45); ganneb — A. ’YtY)" ■ Hölle; qebrä = Bil. gamär
(aber Ti. 'VflC : ) Strick; sab = A. *'7,"7 i Fusssohle, Sandale;
Sfflpj'i = G., A. 0P9°: linke Seite; loibir (Bil. ivänbar, A.
(IV}1\C ■■) = G. f/n'iflC. ■ Stuhl; imiles == A. ■’ umrühren;
jMnef, ünet (A. ••) = G. Wahrheit. Auch scheint
mir unät (Bil. unar, aber noch plur. ünat) Woche, zunächst
aus liaünat (vgl. auch §§. 28 und 30), auf den Stamm A< 7n > :
(vgl. §. 46) zurückgeführt werden zu sollen; vgl. auch qaw
vorangehen, und qau früher, einst, in §. 52.
80) Das w geht im Auslaut oder vor folgenden Consonanten
in ü über; vgl. z. B. jilio-un ich drehte um, aber Imperat.
jilü drehe um! ebenso jilü-rü du drehtest um, jilü-s-ün ich liess
umdrehen. Abfall von Labialen liegt vor in: gra (nach cf. giür)
= Bil. giirbd Rücken; giiläsä (zunächst aus gidwasä, §. 79) =
A. 7 V A"7A : Jüngling; yay (zunächst aus yciwy, yaüy, §. 68)
= G , Ti. 0 (W ■ gross sein; nnrqd (zunächst aus miirqa, murqa)
= A. ^'(1/.')’■■ Blitz. Merkwürdig sind die beiden Formen:
yis (wohl zunächst aus yiices) trocken sein, und uns trocknen
etwas (transit.), welche beide wohl zu G. : gehören dürften,
wenn nicht vielleicht yis (Bil. id) eher zu G. (J(I0 : zu stellen
ist, wovon Ob- oder *ib: Dürre, Trockenheit.
3) Metathesis und Assimilation von Consonanten.
81) Metathesis kommt im Chamir nur bei r und vereinzelt
auch bei t und l vor: