Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Chamirsprache  in  Abessinien.  I.

609

:  küd. 1  In  derselben  Weise  güa,  ‘l‘,  qua.,  '{jo  güa,
qua,  'V»  yüa  u.  s.  w.  Für  den  Lant  n  schrieb  Birru  bald  'i’il,
bald  auch  ’f  d.  i.  mit  zwei  diakritischen  Punkten  versehen,
und  demnach  auch  7T*.  nua  u.  s.  w.,  wofür  die  Bihn  die  Charaktere ­
  ■)  und  "J»  anwenden.  In  den  Tabellen  acceptire  ich
der  Deutlichkeit  und  typographischer  Gründe  wegen  für  die
genannten  Laute  die  Bilmzeichen  und  ’)"<•,  die  ja  doch  auch
aus  7,  entstanden  sind.
74)  Das  Chamir  weist  eine  Reihe  von  Fällen  auf,  in
welchen  das  u  des  Kehllautes  entweder  ganz  abgefallen  oder
wenigstens  im  Schwinden  begriffen  ist;  so  z.  B.  baq  =  Bil.
baqü,  bauq  fliessig  werden,  aber  noch  bu-rä  =  Bil.  buq-rä
Mehlsuppe;  dik  neben  dikü  =  Bil.  dakü,  dank  vorüberziehen;
däqüsä  neben  ddqsä  Frosch;  cikel  neben  ciJcill  (A.  ! )
eilen;  yal,  qal  neben  quäl  —  Bil.  quäl  sehen;  qas  =  Bil.  qüäs
salben;  qalemä  und  qüalemä  (A.  ^’A. fl 7 : )  Wampe;  kar  neben
kuar  (Ty.  ■)  zürnen  u.  s.  w.,  über  die  Verdünnung  des
u  zu  i,  e  vgl.  §.  19  und  20.  Umgekehrt  kommen  aber  auch
wieder  Fälle  vor,  in  welchen  Kehllaute  ein  u  zeigen,  das  in
den  verwandten  Idiomen  fehlt;  z.  B.  azunä  —  Quara  anjim
Bil.  anjdy  gestern;  emqüä  =  Bil.  amäq  (cf.  G.  r Ji-fl*|»*J»  s)
Schmutz,  iemqü-t  =  Bil.  amäq-r  sich  beschmutzen;  emuq  =  G.
&9°’\:  küssen;  güacir-tä  =  Bil.  grcisä  (A.  “J/,.* 1 ’).  :)  Stachelschwein; ­
  yüdii  =  Bil.  qit  pudendum  midiebre;  Mas  =  A.  \\f\:
abmagern;  lilqu.  =  A.  A4’A4’  •  mit  Farbe  anstreichen;  suq  =
Bil.  ji'  trinken  u.  s.  w.  Auf  dieser  letztem  und  der  im  §.  69
berührten  Erscheinung  beruht  wohl  auch  der  Wechsel  zwischen
k-  und  Hauchlauten  mit  w;  wie  z.  B.  aus  ddqsä  Frosch  (vgl.
die  Nebenform  daqüsä)  im  Quara  daüSä  geworden;  so  haben
wir:  biwä  =  G.  fl/'/,:  Flusspferd;  lau  =  Agaumed.  lagä
rechte  Seite;  maw-aü  (Relativform,  wörtlich:  das  Fliessige)  die
fliessige  Butter,  das  Schmalz,  vgl.  G.  r/nyflj:; 2  küas  mager
werden,  aus  kahds  (oder  zunächst  küahas)  vgl.  Ti.  ilArh  :;
aüc-dnä  Katze  =  Amh.  tiP*.Fs  (Gurague)  vgl.  ■  (Agau

1  Z.  B  neben  li-hat-  ■■  (ohne  Hiatus  zwischen  kü  und  6,  au)
welcher  existirt,  vgl.  §.  33.
-  Ygl.  im  Mahra  :  mäh  Butter  (Zeitsclir.  der  deutsch,  morgenl.  Gesellsch.
XXVII,  265).

39*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.