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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Chamirspraclie  in  Abessinien.  I.

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:  unfruchtbar  sein;  ma/er  —  tmrathen;  nayer  =
YcxL-  einweiclien  u.  s.  w.  (%  —  7c).  Ebenso:  yii  —  Bil.  qäi
essen;  yfidü  =  Bil.  qit  pudendum  muliebre;  yar  =  Bil.  qir  Nacht;
ydrä  =  Bil.  qträ  Wohlgeruch  u.  s.  w.  (%  =  q,  vgl.  §.  55).  Ferner
leyän  und  leliän  =  Bil.  lagern  plur.  lakän  Wunde;  sohota  =  Bil.
saguatä  acht  u.  s.  w.  (y,  h  =  k,  g).
66)  Daneben  zeigt  das  Chamir  in  vereinzelten  Fällen  wiederum ­
  k  und  besonders  oft  q  gegenüber  den  rauheren  Hauchlauten ­
  anderer  Sprachen;  so  z.  B.  kidem  (auch  Ti.  s)
und  dienen;  kls  und  Ti.  -U'-rt  ■■  besser  sein;  sinek  bleiben
und  sanaq  zögern,  gegenüber  G.,  Ti.  y,’} t h  ■  und  so  auch:  emuq
und  G.  h9°'V :  küssen;  qebrä  und  G.  'VflfD  Strick;  qabez  und
G.  -HlH  -  kochen;  qadaq  und  G.  A.  :  schöpfen;
zilaq  und  Ti.  fi'Ath  '■  abmagern;  siqaw  und  G.  JV/Ml :  schwer
sein;  zauq,  zoq  und  G.  U'llth :  schlachten,  opfern;  nizeq  und
G-  ilUh  -  spritzen  u.  s.  w.
67)  Ein  weiterer  Schritt  der  Abschwächung  von  k  zu  h
ist  der  gänzliche  Abfall  von  Hauchlauten,  wie:  aden  =  Saho
hadan,  A.  und  MW»  jagen  ;  acenä  =  G.,  Ti.  ’jft/}
der  Speer;  ayä  (aus  agä,  agäy,  §.  71)  =  G.,  Ti.  Sommer; ­
  as  —  Ti.  :  enge  sein;  aün  =  A.  hü"'}:  jetzt;  ji,  gi
=  Bil.  gly  Horn;  yim,  Mm  =  Ty.  !  Bart  (analog  A.  =
V9°  .■  =  G.  JV/hlT  »)  ;  16,  lau  =  Bil.  lauy  komm!  sar  =  Bil.
.ad,  G.  :  weiss  sein;  zar  =  Bil.  jahar,  Ty.  Oili/.  ■'?  A.
CC1,Ü£  •'  und  :  die  Gluthkolde  aus  dem  Feuer  holen  u.  s.  w.
Ebenso  im  Relativ  I,  wie:  qids-ar  —  Bil.  qaddas-äger,  vgl.  §.  159. 1
Derselbe  Vorgang  findet  bekanntlich  auch  im  Amharischen  statt,
doch  geht  in  diesem  Punkte  das  Chamir  noch  einen  Schritt
weiter.  Denn  während  das  Amharische  zum  Ersätze  eines  abgefallenen ­
  Hauchlautes  den  Vocal  der  dem  Hauchlaute  unmittelbar ­
  vorangehenden  Silbe  dehnt,  wird  im  Chamir  derselbe  noch
gekürzt,  und  zwar  nach  der  in  §.  11  angegebenen  Norm,  z.  B.
hol  aus  A.  J1A  •  =  Gl.  Fest;  faq  aus  A.  :  =  G.
A'W*  ■'  gerben;  kad  aus  A.  :  —  G.  fa/l,£  :  verleugnen;
mazin  aus  A.  s  =  g.  “i/nn  die  Ecke;  nas  aus  A.  Vfl»
—  Gl.  Vrlifl  •'  Mauer;  zaq  aus  A.  ‘*/«|>;  =  G.  wvfi'f*‘  verspotten;

1  Dagegen  hat  das  Chamir  gegenüber  dem  Billn  k  bewahrt  in  qids-aiilc
(qids-a-Jcü)  =  Bil.  qaddas-aü  (§.  159).
            
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