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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Rei  n  i  sch.

c)  Die  K-Laute.
62)  In  der  Regel  entsprechen  einem  Cham,  k,  g  in  den
verwandten  Idiomen  die  gleichen  Laute,  und  nur  sehr  selten
steht  für  k  ein  g  und  umgekehrt;  z.  B.  girkd  Tag,  im  Bil.
girgä;  kihbend,  (in  Lasta)  lautet  im  Wag  gibbend  Eidechse.
Ebenso  erscheint  g  =  k  in:  agiiStd  =  A.  [):)'*/:  Fischotter; ­
  agdä  =  G.  hli’l’:  Heuschrecke;  eggd  =  Bil.  inkd  (A.
'•)  Blutegel;  gitid  =  A.  >»,-|-:  graben  u.  s.  w.
63)  Wie  die  f-Laute,  so  gehen  unter  gleichen  Umständen
auch  die  /c-Laute  in  c,  c,  j  über;  so  z.  B.  eis  neben  kls  (Ti-.rtv
  G.  ^iffls)  besser  sein  ;  cisih  neben  kisin  Feld,  Acker;
ci  —  Bil.  ki  die  Nacht  zubringen;  eil  —  A.  Vf'A  ■’  Antimonium
  (Jcül  ist  in  kül  und  kil  und  von  da  in  eil  übergegangen,
§.  20);  nie  =  Bil.  niki  heute;  cibes  (zunächst  aus  kibes)  =  G.
JlfH*  Verbergen  (§.  38);  cal  (A.  jPft:)  —-  (x.  JrjilA  ■"  mächtig
sein.  Für  Uebergang  von  q  zu  liegt  mir  nur  ein  Beispiel  vor
in  bicic.  y  —  A.  •{]‘  hA :  blassgelb  sein.  Dagegen  steht
j  =  {/  in:  ji  neben  gl  =  Bil.  gl/  llorn;  ejir  Bil.  egtr
Mensch;  jirmä  neben  girmd  Klippschliefer;  jlruwä  neben  giruwä
Huhn;  jenä  (zunächst  aus  ginä)  —  Bil.  ganä  Mutter;  jis  neben
gis  =  Bil.  gasas  (G.  "jArt  reinigen,  fegen;  gan  (A.  :)
Krug,  in  Lasta,  neben  jin  (Wag)  =  Bil  in  jan.
64)  Ueber  die  raffaisirten  Laute  q  und  g  gilt  auch  im
Chamir,  was  bereits  im  Billn  (Billnspr.  §§.  6  und  7)  bemerkt
worden  ist,  beide  sind  Reibungslaute  von  q  und  g  (g  auch  bisweilen ­
  aus  k  hervorgegangen).  Aus  demselben  Grunde  erweichen ­
  sich  auch  <j  und  g  im  Chamir  sehr  häufig  zu  /,  h  und  Ir,
es  erscheinen  die  Charaktere  q  und  g  als  Durchgangsstadium
des  Lautüberganges  von  k,  q  und  g  zu  den  schwächeren  Hauchlauten; ­
  vgl.  z.  B.  a/ülä  =  Bil.  agüdrä  und  agüdrä,  Saho  akiiar
Mist;  o/ür  =  Bil.  eqüär,  oqär  zeugen;  yßrä  =  Bil.  qilrä  und
icqrd  Kind,  Sohn;  du/drä  neben  duqdrä  =  Bil.  duqdrä,  plur.
duqdl  (Cham,  duqcd)  Esel;  agüstd  =  A.  •  Fischotter
u.  s.  w.
65)  Uebergang  von  den  k-  zu  den  Hauchlauten  findet  im
Chamir  ungemein  häufig  statt;  vgl.  z.  II.  yirddd  —  A.  ■'
lolium  temulentum;  /etäb  =  :  Buch;  /ater  —  Ty.  tf’l’d  •
Strasscnraub  treiben  ;  /dtemä  —  A.  '•  castrum  ;  ma/en  =
            
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