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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Reinisch.

Cham,  sdrä  Honig  u.  s.  w.  Der  Charakter  der  zweiten  Person
des  Verbs  im  Präsens  und  Perfect  lautet  im  Quara  y,  i  —  Cham.,
Bil.  r,  z.  B.  ivas-i-u  =  Cham,  iväz-r-u,  Bil.  wds-r-uy  du  hast  gehört ­
  ;  was-yd-r  =  Cham,  waz-rd-r,  Bil.  was-rd-ger  der  du  hörst
u.  s.  w.  Ebenso  lautet  der  Reflexivcharakter  im  Quara  y  =
Bil.  r,  Cham,  f;  z.  B.  iyua-y  (und  iyüe)  =  Bil.  inqüa-r,  Cham.
oqa-t  lachen;  inya-y  (und  inyß)  —  Bil.  inqä-r,  Cham,  eqci-t  sich
waschen;  ki-y  und  lu  —  Bil.  ki-r,  Cham.  Ici-t  sterben  u.  s.  w.
Es  steht  also  hier  y  =  r  =  einstigem  t  (vgl.  auch  §.  164)  und
so  begreift  man  Formen  des  Quara  wie:  ardy  —  Cham,  ardt,
Bil.  ardt  (Ti.)  Bett;  beleyd  =  Cham,  feltd,  Bil.  filütä  Floh;  meyä
und  viäyä  =  A.  °%i\:  Steppe;  teyd  —  Cham.  Uta,  A.  'p'p  :
Baumwolle;  jiräy  =  A.  ’)['/,■’!’  ■■  Giraffe;  qilbdy  =  A.  :
Ring;  säy  —  Cham,  sar,  Bil.  cä'd  weiss  sein  u.  s.  w.  Wenn  diesem
y  ein  a  vorangeht,  so  wird  dieses  ay  gewöhnlich  in  e  zusammengezogen, ­
  so  z.  B.  regelmässig  im  Nominalsufflx  -ne  (aus  nay)
=  Bil.  -när,  Amh.  -J'J';  (Cham,  -nat),  G.  -fj-l':  (vgl.  §.  43  e),
wie  :  bär-nS  =  A.  ncH*=  Sclaverei;  dey-ni  i=-.  A.  ’•  Armuth
  u.  s.  w.;  ferner  in:  laway  und  lawe  =  A.  /\(Dfn  :  wechseln; ­
  sage  —  A.  A’/P,  :  anbeten;  m&nä  —  Agau  in  Dembea  matanä,
  Bil.  matdn  wegen;  qürM,  in  Dembea  qürbdy  —  A.
Haut  u.  s.  w.  Im  Chamir  lautet  dieses  Wort  qürM  (l  —  e,  §.  24),
im  Wag  qürbir  (aus  qürbat,  r  —  t,  §.  43);  vgl.  auch  Agau  in
Dembea:  gülM  (Cham.,  Bil.,  Agaumeder,  Quara  girb)  —  A.
■hAitf"  Knie,  Ellenbogen.  Hiernach  steht  wohl  auch  Cham.
gügüyä,  plur.  gügwy  =  A.  ’l'-'l-’l':  Eule,  und  qin-ö  (aus  qiny-aü,
Relativform,  vgl.  §.  167)  Gürtel,  im  Zusammenhang  mit  G.
•Pii'i,  vgl.  qimes  (aus  qineS)  sich  gürten,  §.  40  und  48.
52)  Auf  diesem  Wege  erklärt  sich  im  Chamir  wohl  auch
der  (allerdings  nicht  häufig  vorkommende)  gänzliche  Abfall
von  t  und  d;  so  z.  B.  Ms  (Bil.  kas,  Quara  leas),  im  Agaumeder
noch  kesar  Nacken,  Schulter,  Rücken,  vgl.  G.  v  ferner
sib  =  Quara  senbl,  sembi  (Bil.  hinb)  bleiben,  sich  aufhalten,  vgl.
A.  rt'/IH'  s;  dann  sib  (Bil.  sib)  verabschieden,  hinausgeleiten,
vgl.  A.  rtVIl'/*  s;  güigüe  (neben  ogug)  donnern,  vgl.  G.  ’l"Ps'}"?.
ferner  ciq  Gerechtigkeit  =  G.  Z'.?.'<}*:,  riq  y  gerecht  sein  (quasi
đĒ4’!  rtUA  d.  i.  fVP.'d’  0-  Ein  solcher  Ausfall  von  d  dürfte
auch  vorliegen  in  qaw  vorangehen,  führen,  vgl.  s  und
qaü  ehemals,  früher,  einst,  vgl.  </>e,y u  :  (w,ü  =  m,  vgl.  §.  79);
            
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