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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Re  i  n  i  s  cli.

47)  Wie  die  T-  und  Zischlaute  durch  Mouillirung  in  c,  c,
j  und  von  diesen  aus  in  s,  z  übergehen,  so  kann  man  einen
weiteren  Lautwandel  in?/  beobachten;  so  zeigt  z.  B.  das  Chamir
die  beiden  Formen  weddj  und  waddy  Freund  =  A.  :
(Stamm  :);  ayir  neu  =  A.  r fij£Hiernach
dürfte  wohl  auch  A.  7-PA  ■'  Ziege  (in  Gaffat  fajala,  nach  Beke)
zu  Cham,  ficera,  Bil.  fintirä  Ziege  (cf.  G.  fl)£/TlA  5  caprea,
Sopy.dc,  über  w  zu  f  vgl.  §.  76,  und  y  zu  n  §.  53)  bezogen  werden ­
  können.  Lehrreiche  Aufschlüsse  gibt  zu  dieser  Frage  das
Agau  von  Quara,  wo  so  häufig  y  =  früherem  t  und  t  steht.
Dieser  Uebergang  kann  natürlich  nicht  als  ein  unmittelbarer
angesehen  werden,  sondern  hat  gewiss  nur  stattgefunden  durch
Mouillirung  von  t,  t,  d  zu  c,  c,  j,  von  da  über  s,  z  zu  y,  wenn
auch  in  einzelnen  Fällen  solche  Uebergänge  nicht  mehr  nachgewiesen ­
  werden  können;  so  Quara:  faray-ä  der  Richter  =
A.  AZ*#-:  (Stamm  Z.Z£ : )i  mory-a  die  Feile  =  A.  '/ D ZÄ* :
u.  s.  w.,  vgl.  §.  51.  Wechsel  zwischen  j  und  y  zeigt  auch  fijerdl
  (nach  §.  43  e  aus  fijelar)  =  A.  <£*^'7*:  Katfeeschalo,  cf.  G.
48)  Uebergang  von  s  zu  y  zeigen  im  Chamir:  yim  in  ein
Amt  eit/setzen,  neben  sim  Gouverneur  =  A.  "(i-'J":  (aus  :
von  *7,r/i>:);  mdyla  (in  Quara  müä)  =  A.  :  das  Sorghum
und  bdhur  mdyla  =  A.  POfhC  =  -  der  Mais.  Ferner:  ayer
mähen  =  Bil.  asar  und  mayir  =  Bil.  mciSar  Sichel  (§.  44);  teyä
=  Agaum.  tiiiä  =  A.  :,  G.  /n.fl  s  Bauch,  ebenso  qey  =
Quara,  Dembea  Jcez,  Bil.  kid  verkaufen,  also  qey  zunächst  =  qez
oder  qej;  ebenso  qin-o  (aus  qiny-6)  Gürtel  neben  qimes  (aus
qines  sich  gürten,  §.  51).
b)  Die  Liquiden  und  die  Nasale.
49)  Zwischen  r  und  l  findet  häufig  Wechsel  statt  in  der
Pluralbildung,  so:  birä  (A.  flZ>0  plur.  bil  Stier;  du%drä  plur.
duqdl  (Bil.  duqdrä  plur.  duqdl)  Esel;  sibrd  plur.  sibil  (Bil.  sabarä
plur.  safdl)  Schlange  u.  s.  w.  Ausserdem  zeigt  sich  zwischen
diesen  beiden  Lauten  Wechsel  in:  adogürd  —  Bil.  adängüald
(Ti.  h&'H"A ; l"  Ty.  hy.’i  h  /,-  ■,  A.  M'/FDZ.  :)  Bohne;  yirb
(Bil.,  Agaum.,  Quara  girb)  —  Dembea  gülbe,  A.  T'All'l’ 1  Knie,
Ellenbogen;  Itrbrd  —  Bil.  kalanbürä  Trommel;  sabir  (Bil.  Sibdr)
Asche  =  Ti.  XflA:  Asche,  G.  fcOA-'  Staub  ;  tybd  Lein  =  A.
            
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