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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Rein  isch.

Mir  wurde  dieses  Schema  von  einem  Lasta-Agau,  der
bereits  seit  vielen  Jahren  unter  den  Bogos  gelebt  hat,  angegeben. ­
  Zufällig  habe  ich  gerade  dieses  Wort  auch  nach  dem
Dictat  Birrus  aus  Soqota,  und  es  lautet  nach  diesem  im  Perfect:
Sing.  1)  murt-un,  2)  mu-t-ru,  3)  masc.  mu-r-ü,  fern,  mü-r-c  u.  s.  w.
genau  so  fleetirt  wie  oben  das  Wort  lam-t.  Es  scheint  hieraus
zweifellos  erschlossen  werden  zu  dürfen,  dass  mein  Lasta-Agau
zu  Keren  im  Bogos  nach  Art  der  Billn  fleetirt  hat,  welchen
Umstand  ich  hier  demnach  zu  erwähnen  mich  für  verpflichtet
halte.
b)  Im  Conditional  II  in  der  zweiten  Person  beider  Zahlen
und  in  der  tertia  sing.  fern,  gen.,  wo  Cham,  r  =  Bil.  t,  wie:
■wdz-ri-s  —  Bil.  wds-ti-d  du  würdest,  sie  würde  gehört  haben;
waz-r-nü  —  Bil.  loas-ti-nid  ihr  würdet  gehört  haben.  Dagegen
hat  in  der  tertia  sing.  masc.  gen.  des  Subjunctivs  das  Chamir
t  gegenüber  r  bewahrt,  wie:  wds-tä  —  Bil.  iväs-ro  damit  er  höre;
ebenso  in  der  gleichen  Person  und  Zahl  des  Futurums,  als:
icas-tü  ~  Bil.  wäs-rä  er  wird  hören.
c)  Im  Genetivexponentln,  welcher  im  Chamir  regelmässig
im  Billn  aber  -r  und  nur  nach  l,  r,  n  noch  d  lautet  (vgl.
§.  36);  z.  B.  ünd-t  oq  =  Bil.  ogina-r  ungut  Brust  der  Fi - au;
jend-t  vr  =  Bil.  gand-r  egir  der  Vater  der  Mutter  u.  s.  w.
d)  Die  Nominalendung  -m  (vgl.  Billnspr.  §.  135)  lautet
im  Plural  noch  -t,  z.  B.  gini-rä,  plur.  gini-t  der  Klippschliefer
(Cb  1,h.=)  ;  gic-rü,  plur.  -it  eine  bestimmte  Getreidesortc  (A.
7.:)  u.  s.  w.  Vereinzelt  kommt  für  -rä  noch  die  ältere
Form  -ta  in  gleicher  Bedeutung  vor,  z.  B.  güadr-tä,  plur.  -t
Stachelschwein  (A.  v  bil.  grüSä);  vgl.  das  Sahosuffix
-tu  mit  gleicher  Bedeutung.
e)  Ausserdem  zeigt  sich  Uebergang  von  t  zu  r  in  vereinzelten ­
  Fällen,  wie:  amrä  plur.  amit  (Bil.  amarä  plur.  dmar)
=  A.  G.,  Ti.  :  Jahr;  aybir  (Bil.  abtr)  =  A.,
Ti.  •'  Getreideschlauch;  gibbir  (Bil.  gibär)  =  A.  •
Holzschüssel;  güryä  (zunächst  aus  gütyä,  gtietä)  —  A.  (?.;!■  ■■  Herr;
fijeral  (aus  fijdar)  =  A.  :  Schale;  cirgd  (cigrä),  Bil.
Sinkrä,  plur.  Sinkit  =  Ti.  %’}’{':  langer  Stock,  Stab;  sefvr  (Bil.
cinbi'r)  =  Ti.  Z‘'(10’"l' :  Finger;  ziura  (Bil.  zura)  =  Ti.  (V'P’I"
G.  jp'jg'l*:  Aelire.  Gegenüber  dem  Bil.  r  zeigt  das  Chamir  noch
t  in:  aqetä  plur.  aqit-=  Bil.  akarä  plur.  akdr  und  aledt  graues
            
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