Die Chamirsprache in Abessinien. I.
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Chamir
BilTn
Präsens Perfect Präsens Perfect
Präsens
Perfect
Sing. 1)
2)
lam-t-äkün lam-t-ün l'am-r-äkun läm-r-ugün
läm-t-rauk larn-t-rü lam-r-dauk lam-r-dü/
3){
m. Idm-r-auk lam-r-u lam-r-auk läm-r-uy
Plur. 1)
2)
3)
f. Idm-r-ac Idm-r-ec läm-r-dti läm-r-ti
lam-fr-näkün lam.-r-nun läm-f-n&kün läm-f-nugun
lam-t-rnauk lam-t-fnu läm-f-dinauk läm-r-dinu/
lavi-'(’-nauk lam-r-un läm-r-nauk
Daneben bildet das Billn noch eine Reflexivform auf -t,
welche durch alle Personen hindurch gleich bleibt (Billnspr.
§. 43 ff.), vgl. z. B. guad (Cham, giäs) pflügen, Reflexiv güad-it
(Cham, güis-t) für sich pflügen, das eigene Feld bestellen:
Bilm
Chamir
Präsens Perfect Präsens Perfect
Sing. 1) güäd-it-äkün qüad-it-ugün güis-t-äkün gms-t-ün
u. s. w.
Hieraus ist klar zu ersehen, dass in den Agausprachen
das Reflexiv ursprünglich nur mittelst t gebildet wurde und
der Reflexivcharakter -r sich erst später durch Lautübergang
aus t entwickelt hat.
Anmerkung 1. Folgt diesem reflexiven t ein anderes
Bildungselement, z. B. das causative s, wie lam-t-es entgegennehmen
lassen, so bleibt das reflexive t durch alle Personen
hindurch gleich, ohne in r überzugehen, vgl. §. 99.
Anmerkung 2. In meiner Schrift: Die Bilmsprache,
Wien, 1882, S. 10 (Sitzungsberichte der phil.-hist. Classe der
kais. Akademie der Wissenschaften, Bd. XCIX, 590), wird folgendes
Paradigma in der Perfectform angeführt:
Sing. 1) mu-r-ün plur. mu-r-nün
2) mu-r-dü mü-r-dinü
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