Die Chamirsprache in Abessinien. I.
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a) In der dritten Person sing. fern, generis des Präsens
wie des Präteritums, wie: waz-d-c — Bil. was-ä-tl sie hört; wdz-ec
(vgl. §. 42, Note 2) = Bil. wds-tl sie hörte.
b) In dei - zweiten Person der Einzahl des Imperativs bei
den auf t, t, d auslautenden Verben, wie: kinic = Bil. kin-ti
lerne! (vgl. §. 133); Sagüic, verstecke! von sägüet-ü er versteckte
(A. s); daj (doch auch dad) = Bil. dädl trete!
c) Lexicalisch zeigt sich derselbe Lautwandel in: cimtä
— Bil. timtä junger Stier; ficerä = Bil. fintirä Ziege; in der
Postposition -cik neben -Hk bei, neben; jirbä neben dirhä Rücken;
jiruwä — Bil. diruwä das Huhn; menjil = A. • Handtuch;
vgl. auch dcuwä und A. fll/T): (vielleicht aus ffWUV :)
Cercopithecus griseo viridis (§. 40); ciq-nä Genauigkeit -- G.
cf. ciqiid küaresü (G. T+O er wurde sehr
zornig (ciqnd Accusativ = in hohem Gi - ade).
40) Aus diesen genannten Quetschlauten hat sich s, z
entwickelt in: qimes (wohl zunächst aus qimec, qinec) sich
gürten, vgl. G., A. : und in hamdzä (zunächst aus hamdsä)
Schwager = A. : (wohl aus amät-i zur Schwägerschaft
gehörig); harbdSä = A. JiCfl 01 ?.: Termitenhügel; sallä =
0<\: Bier. Dem Billn S, z gegenüber hat das Charair häufiger
die früheren Laute c, c, j bewahrt, wie cefqü und sefqd (cf. A.
:, G. ■’ dicht sein), Bil. und Quara Sibkii Haar;
rag viel, zahlreich sein, aber Bil. Sig; caq, Bil. Sag pissen;
cinkir, Bil. Sinkär Nagel; cecdnä, Bil. zinzä (aus SinSä), Agau
von Agaumeder sinsä, Ti. a P’-}GQ.F,:, G. Z TZQ’ - Fliege; caiv,
Bil. Shv, A. f,l,),(0fl,: bitten; cuivä, Bil. Suivä, A. Gl,),(!)• G.
‘A,(O m • Salz; güacir-tä (A. a l/,, 6E ),:), Bil. grdSä Stachelschwein;
nitir, Bil. niSir Schwärze; jin, Bil. zin rufen, nennen u. s. w.
Ebenso gegenüber dem Quara, wie: dcuwä, Quara SiSüibä (A.
Cercopithecus griseo viridis; cegdr (A. '-f-pCQuara
St gär Notli; cikitl, Quara Sikol eilen u. s. w.
41) Wie Zischlaute aus den T-Lauten entstanden (§. 38),
diese aber auch in Quetschlaute übergegangen sind (§. 39), so
zeigen sich auch Uebergänge von den Zischlauten zu den
Quetschlauten, wie: qürcä Schnitt und qiric schneide! von qiresschneiden
(§. 38); ebenso: wäj (in Lasta) und ivaz (in AVag)
= Bil. was hören. Gegenüber dem Billn hät übrigens das
Chamir häufiger die Zischlaute bewahrt, wie: suq, süq und siq,
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. CV. Bd. II. Hft. 38