Die Chamirspi’ache in Abessinien. 1.
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Spiessglanz; cikel neben cikül — ^h"A : eilen; and jun finden;
minsi-ä Wechselfieberanfall — awy’fi : Wechselfieber; misib
= Korb; yim — 'fiaoi in ein Amt einsetzen; sim —
Gouverneur (vgl. §. 48).
20) Die Uebergangsstufe von u, o zu i bildet der Laut ü,
wie man dies noch aus Varianten leicht ersehen kann, wie:
azin neben aziin = A. ! Bräutigam; ginbit neben genbüt
= ‘Tid ’l' ■ ein Monatsname; ki neben Icii und kü = dein; qerbi,
qirbi neben qürbi und qürbi Haut; qisel und qüsel binden; siq
neben süq und suq trinken; siiydnä neben suqdnä (vgl. §. 71)
Getränke; zitil neben zütil (zunächst aus ziutil, G. ! ,
§. 15) = A. (F'f’A ! Dolch.
21) Zu o, u (jenes meist im Anlaut, u mehr im Inlaut)
färbt sich 7, e vor folgenden «-haltigen Gutturalen, wie: ogug
neben güigüe donnern; okül (d. i. XW"A ! ) gleich sein, Denom.
von Ti. hVhA ’• gleich, entsprechend; oq (K^s) = Bil. ungut
(fc'j?** 0 Brustwarze; bukürta — a. -neine bestimmte
Brodsorte; doges (für digües, A. ■’) zusammenpressen; diik
(Ä-W-0 sprechen; dtiklä (A. 5 Antilope decula; donqür
und dunqür (A. :) taub sein; zohön (A. "HU”}:) Elefant
u. s. w., obwohl im Chamir für o, u ebenso häufig i, e erscheint,
abweichend vom Billn, das in diesen Fällen beinahe ausnahmslos
i, e zu o, u färbt (Bilinspr. §. 10 f.)
22) Ebenso färbt sich i, e zu u vor folgendem w, wie:
aruivä ■ (Saho arciba) Dorfrath, Gemeinderath; giluwG Mann;
clcuwä Meerkatze; cuwä Salz; jiluw umdrehen; kuw tödten;
lüuw heucheln; luwä Kuh; miluwä Kind; mäyuwä Kalb; tuw eintreten
u. s. w. Im Billn verdumpft sich i, e zu u auch vor m
(Bilinspr. §. 19 a), was im Chamir selten vorkommt, doch hört
man häufiger statt i, e vor m ein ü, wie: delum und delüm,
dilmi Schlauch ; dumdumdt und dümdümdt (A. ,:)
Tragbalken; dümend Reibstein; gümend Ecke, Winkel; seküm
und sikim (Bil. siküm, G. rt'jy 1 ’:) Gerste u. s. w.
23) Gänzlich abgefallen ist (ein aus a gekürztes) e bei
drei- und mehrradicaligen Verben in der Flexion in Folge
stärkerer Betonung der folgenden Silbe, wie arm-ün ich jätete,
aber ärem-rii du jätetest (wo e zum Vorschein kommt, um der
übermässigen Consonantenanhäufung auszuweichen), arim jäte!
(vgl. §. 14), ärem-s-ün ich liess jäten. Ebenso im Nomen, wie: