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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Chamirsprache  in  Abessinien.  I.

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ersten  Silbe,  weil  verkürzt,  in  e,  wie:  qedim  geh’  voran!
Häufig  wird  jedoch  auch  der  erste  Yocal  durch  nachfolgendes
i  zu  i  gefärbt,  wie:  qidim  neben  qedim.  Wo  überhaupt  e  den
Accent  erhält,  verwandelt  sich  dasselbe  in  i;  vgl.  z.  B.  im
Nomen:  absä  (aus  abesä,  A.  plur.  abis  Löwe;  abtä
(aus  abe'tä,  A.  Ji’lll rt l : )  plur.  abit  Heuschrecke;  belä  plur.  bil
Motte;  berä  Blutstropfen,  plur.  bir  Blut;  seid  plur.  sil  Messer:
jelbä  aus  jelebä  (A.  fl:)  plur.  jilib  Schiff,  Nachen,  worin  das
zweite  e  wegen  des  Accentes  zu  i  übergegangen  und  durch  dieses
auch  das  erste  e  zu  i  gefärbt  worden  ist.  Diese  Färbung  unterbleibt, ­
  wenn  e  durch  einen  folgenden  Doppelconsonanten  geschützt ­
  ist,  z.  B.  meqbir  (A.  ffo<Ji()f;:)  Grab.  Auch  durch  Einfluss ­
  eines  folgenden  y  wird  e  zu  i  gefärbt,  wie:  kiyan  =  Bil.
kegän  Hochzeit,  ziyä  —  Bil.  zegä  Fleisch,  siyä  =  Quara  cegä,
G.  Blume  u.  s.  w.
15)  Bei  Vergleichung  mit  dem  Bilin  steht  dem  Chamir  i,
e,  allerdings  bisweilen  auch  der  gleiche  Vocal  gegenüber,  in
der  Regel  aber  führt  Chamir  i,  e  auf  ein  Bilin  a  zurück,  wie:
ig  =  Bil.  ag  Oheim;  arem  =  Bil.  aram  jäten;  bin  =  Bil.
ban  Lohn;  dib  =  Bil.  dab  begraben;  digürä  =  Bil.  dängürä
Stein;  degrä  =  Bil.  dagrä  Dreck  ;  dikü  =  Bil.  däk  oder  dauk
vorbeiziehen;  dilcer  =  Bil.  daqar  entlassen  die  Frau;  fiz  =
Bil.  fad  säen;  gebä,  gbä  =  Bil.  gabä  Seite;  gim  —  Bil.  gam
herabsteigen;  gin  =  Bil.  gan  altern  ;  güiz  =  Bil.  güad  pflügen  ;
giür  -  -  Bil.  gaür  segnen;  jenä  =  Bil.  ganä  Mutter;  kib  =
Bil.  kanb  Kälte  empfinden;  kil  =  Bil.  har  brechen;  kiü  =  Bil.
kau  Haus;  qires  =  Bil.  qarac  schneiden;  ligem  —  Bil.  laqam
sammeln;  ligez  —  Bil.  lagad  gross  werden;  lind  =  Bil.  lanü
zwei;  sib  —  Bil.  sab  stechen;  sibrä  =  Bil.  säbarä  Schlange;
zig  —  Bil.  zag  Schulter;  sezä  =  Bil.  sajä  vier  u.  s.  w.  Dasselbe
Verhältniss  zeigt  sich  zwischen  dem  Chamir  und  dem  Tigre,
Amharischen,  wie:  dsker  =  A.  hü\u:  ■■  Knabe;  begä  plur.  big
=  A.  fl«/:  Schaf;  biqlä  =  A.  fl'p'-rt 0 -',  G.  fl<jf»/fv:  Maidthier;
biqel  —  A.  fl«|«A  •'  wachsen;  bir  —  A.  II/./. :  fliegen;  birä  =
A.  fl^»:  Stier;  birbir  =  A.  fl^fl^:  auf  Raub  ausgehen;  bir  re
-  A.  flC:  Zolljilatz;  birid  =  A.  flZ.P."  ■  Hagel;  birekit  —  A.
nZhl-  •  Ehrengeschenk;  dis  y  —  A.  htl’  sich  freuen;
dirbe  =  A.  KL’fl•'  Stockwerk;  genzib  =  A.  -/’HI-fl:  Schatz;
girid  =  A.  7ZÄ" :  Magd;  gelbä  (plur.  gilib)  =  A.  ’/AflJ  Stroh;
            
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