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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Charairsprache  in  Abessinien.  I.

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o  den  Mischlaut  aus  a  -f-  «,  wie  wäjö  ((DjfZ  s)  neben  häufigerem
wujaü  (ffljflhBil.  TA'ft'-  0  hörend,  bo  neben  hau  Stirn,  hör
neben  haür  (aus  balcur  =  G.  flh»fl ! )  Erstgeborner,  dosä  (im  Quara
däüsä,  Amh.  :)  Eleusine  tocusso.  Ueber  6,  aü  vgl.  §.  9  d.
8)  Das  u  ist  unser  kurzes  u  in  Lunte  und  wird  im
Cbamir  in  Folge  mangelhafter  äthiopischer  Schriftbezeichnung
bald  mittelst  des  Vocals  der  zweiten  Reihe  (jj«),  bald  durch
fl)*  (im  Wort-  oder  Silbenanlaut)  ausgedrückt.  Mit  ü  bezeichne
ich  das  kurze  u  nach  M-haltigen  Gutturalen;  über  u  vgl.  §.6.
Mit  ü  umschreibe  ich  den  langen  Vocal  der  zweiten  Reihe  (jj.),
sowie  mittelst  ü  das  äthiopische  fl>-  im  Status  des  Schewa
quiescens,  z.  B.  tü-rü  du  tratest  ein,  aber  tuio-un  ich  trat  ein;
endlich  mit  ü  den  Trübungslaut  des  u  (gesprochen  wie  in  unserm
  iihen  u.  s.  w.),  der  im  Cbamir  graphisch  meist  mit  dem
Vocal  der  sechsten  Ordnung  bezeichnet  wird.
2)  Lautveränderungen.
A)  Die  Vocale.
9)  Der  Vocal  a  wird  als  helles  reines  a  (wie  unser  a  in
Wasser)  gesprochen  :
a)  Im  Anlaut,  wie:  aha  Berg,  aden  jagen,  an  ich  u.  s.  w.,
und  es  erhält  sich  an  dieser  Stelle  reines  a  auch  dann,  wenn
dasselbe  den  grammatischen  Gesetzen  zufolge  in  i.  übergehen
sollte,  wie:  aden  jagen,  akeb  sammeln,  aqeb  umarmen,  areg
altern  u.  s.  w.,  vgl.  dagegen  bidel  schädigen,  biles  airsbohren,
fiqed  wollen,  fiter  schaffen  u.  s.  w.,  wie  §.  117.
b)  Nach  Hauch-  und  K-Lauten,  wie:  habt  Besitz,  gas  Kinn,
karnil  Rohr,  qalim  Tinte  u.  s.  w.,  und  es  hat  sich  auch  hier  bisweilen ­
  reines  a  dann  erhalten,  wenn  grammatisch  i  oder  e  zu
erwarten  wäre,  wie:  hafer  sich  schämen,  qaded  zerreissen  (für
bifer,  qided)  u.  s.  w.,  ebenso  ieqan  lieben,  siqaw  schwer  sein  (für
ieqen,  siqeiv)  u.  s.  w.  Doch  erfährt  a  nach  den  K-Lauten  häufigschön
  Brechung  zu  a,  wie:  akäl  (A.  }\U/\ : )  Körper,  gab  neben
seltenerem  gab  (Bil.  gab)  Sprache,  cegär  (A.  ’i'.’JC  ■')  Noth,  sowie
im  Verb  nach  den  K-Lauten  ursprüngliches  a  schon  regelrecht
in  i  und  e  übergegangen  ist,  wie:  gif  er  (A.  :)  schäumen,
giür  (Bil.  gaür)  segnen,  kklem  (Ti.  0  dienen,  qudef  (A.
:)  verschliessen  u.  s.  w.,  ebenso  e  (für  ursprüngliches  a)
            
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