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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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R  ei  n  is  c  h.

(£"7%s,  Bil.  duqärä,  Esel;  duklä  (£'Vf*A ! ;  Amli.
£'7l*A : )  Antilope  decula;  suqdnä  -■  Bil.  suqüdnä,  ft#*?:)
Durst;  azunä  0  gestern;  uqa-t  und  oqa-t  (X'fe'J'  Bil.
inqüä-r)  lachen;  wgra  s,  im  Agau  von  Agaumeder  agüa)  Spitze,
Höhe,  M/rri,  opG  und  Mgra  neben  %«»•<*  Kind  u.  s.  w.
4)  Yocale  sind  folgende  zu  unterscheiden:  a,  «,  «,  ä,  e,
e,  i,  i,  o,  o,  ö,  o,  u,  ü,  u,'  ü,  ü,  ii.  Die  Yocallaute  a  a  ä  werden
im  Chamir  gleichmässig  durch  den  Vocallaut  der  ersten  äthiopischen ­
  Ordnung  (jj)  ausgedrückt;  a  ist  das  helle  kurze  a  in
unserm  Wasser,  Galle,  a  das  unbetonte  a  im  Portugiesischen
(vgl.  Bilmspr.  §.  18),  ä  ist  der  verdumpfte  a-Laut  nach  w
(Billnspr.  §.  17),  wie  wäj  (<d£  i)  hören,  oder  wenn  a  durch
Einfluss  eines  folgenden  M-haltigen  Gutturals  getrübt  wird,  wie:
Säquetä  :)  die  Stadt  Soqota  in  Lasta.  Der  Laut  ä  ist
der  Vocal  der  vierten  äthiopischen  Ordnung  ('/),  unser  langes
a  in  Habe,  Gabe.
5)  Die  Vocale  e  und  i  werden  im  Chamir  gleichmässig
durch  den  Vocal  der  sechsten  äthiopischen  Reihe  (jj)  ausgedrückt. ­
  Im  Bilm  sind  e  und  i  häufig  sehr  schwer  von  einander
zu  unterscheiden  (Billnspr.  §.  19),  sie  werden  aber  im  Chamir
meist  ziemlich  scharf  gesondert;  e  ist  unser  kurzes  e  in  Bett,
franz.  mettre,  engl,  let,  get,  met;  dagegen  i  wie  in  unserm
Kinn,  engl,  little,  pin.  Das  e,  im  Chamir  durch  den  Vocal  der
fünften  Reihe  (*/&)  bezeichnet,  lautet  nicht  wie  Amhar.  ze,  sondern
wie  lang  gedehntes  e  in  unserem  wegen,  leben.  Das  i,  der
Vocal  der  dritten  Reihe  (yj,  ist  unser  gedehntes  i  in  liegen.
6)  Mittelst  o  und  u  umschreibe  ich  wie  im  Billn  (Billnspr.
§.  10  und  20)  den  Vocal  der  sechsten  äthiopischen  Reihe,  wenn
derselbe  durch  das  u  eines  folgenden  w-haltigeu  Gutturals  getrübt ­
  wird,  wie:  oqiir  s)  setzen,  bukürtü  (■Mi  C;)'  0  eine
Brodsorte,  oq  :)  Brustwarze,  liik  :)  Bein.
7)  Die  Vocale  o,  ö,  o  werden  im  Chamir  gleichmässig
durch  den  Vocal  der  siebenten  Reihe  (If)  ausgedrückt;  ich
umschreibe  mit  o  den  kurzen  Vocal  o  (gesprochen  wie  in  unserm ­
  Gott,  engl,  got,  hot,  not),  welcher  oft  durch  Zusammenziehung ­
  von  ua  und  ue  entsteht,  wie:  sohotä  (fllund
geschrieben)  acht,  Säqotd  und  Säquetä  Stadt
Soqota  in  Lasta,  goz  neben  güaz  (A.  :)  Hausgeräthe.  Mit
ö  umschreibe  ich  das  lange  o  (in  unserm  Hof,  Lob)  und  mit
            
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