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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Chamirsprache  in  Abessinien.  I.

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laute,  c  (Amh.  und  c  ( r -fp),  zu  sprechen  wie  tsch  und  tsch
(letzteres  stark  explosiv),  dann  n  =  A.  *$,  wie  das  spanische
n  lautend.  Die  consonantischen  Laute  des  Charnir  bezeichne
ich  in  übersichtlicher  Zusammenstellung  mit  folgenden  Zeichen:

Dentale:
Präcacuminale:
Mediopalatale:
Postpalatale:
Palatale:
Laryngale:
Labiale:

Explosive
tonl.  tön.
t  d
t  —
7c  g
<1  ~
c  c  j
■p  b

Fricative  Liquida  Nasale
tonl.  tön.
s  z  z  Irr  n
$  z  z  —  —
X  9  —  *
—  q  —
—  ?/  —  n
li  h  —  —
f  w  —  m

3)  Hinsichtlich  der  Aussprache  dieser  Zeichen  gelten  im
Charnir  die  gleichen  Bestimmungen,  welche  bereits  im  Billn
angegeben  worden  sind.  Vgl.  meine  Schrift:  Die  Bilmsprache.
Wien,  1882,  §.  3ff.  Mit  r  (r-  Vocal)  bezeichne  ich  das  r
zwischen  zwei  Consonanten  mit  aufgehobenem  Vocal,  wie  trbä
Lein,  trmüs  Gflasflasche  u.  s.  w.,  gesprochen  wie  das  slavische
t  in  smrt.  Ueber  p  vgl.  §.  75.  —  Nur  in  der  Aussprache  der
w-haltigen  Kehllaute  ist  das  Charnir  etwas  conservativer  geblieben ­
  als  das  Bilin,  indem  es  in  der  Regel  das  u  noch  an
seiner  ursprünglichen  Stelle  erhalten  hat.  Während  nämlich
das  Billn  sehr  häufig  das  u  des  Kehllautes  diesem  in  der  Aussprache ­
  voransetzt,  bleibt  dasselbe  im  Charnir  meist  an  seiner
ursprünglichen  Stelle,  wie:  liltüä  plur.  Ukü  (Bil.  Mküä  plur  Huk)
Wegzehrung,  likü-t  (Bil.  luik-r)  sich  mit  Wegzehrung  versehen;
ay v üld  (Bil.  agarä,  d.  i.  augarä,  Saho  akuar)  Mist;  d.ikils  (Bil.
dälcst,  daiilcsl  lasse  passiren,  vorbeiziehen  !  digürä  (Bil.
dängürä,  ¥9Tt"Y"&' t )  Stein  u.  s.  w.  Doch  kommen  im  Charnir
auch  schon  Fälle  vor,  in  welchen  der  dem  w-haltigen  Kehllaut
vorangehende  Vocal  durch  jenes  u  gefärbt  wird,  wie:  bukürtä
(aus  bekürtä,  ! )  eine  bestimmte  Brodsorte  (A.  »nCW’^* : )i
dunküdn  (aus  denkiidn,  Amh.  .l’'’} 1 .»,’}:)  Zelt;  dugülä
(aus  degulä,  Jb  A.  Brod  in  Asche  gebacken;
lugüm  neben  ligüm  zügeln  u.  s.  w.,  und  ferner  auch  gleich  dem
Bilin  Fälle,  in  denen  das  u  des  Kehllautes  diesem  in  der  Aussprache ­
  vorangeht,  wie:  luk  (jWi'Quara  lekü)  Bein;  du/drä
            
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