Die Chamirsprache in Abessinien. I.
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laute, c (Amh. und c ( r -fp), zu sprechen wie tsch und tsch
(letzteres stark explosiv), dann n = A. *$, wie das spanische
n lautend. Die consonantischen Laute des Charnir bezeichne
ich in übersichtlicher Zusammenstellung mit folgenden Zeichen:
Dentale:
Präcacuminale:
Mediopalatale:
Postpalatale:
Palatale:
Laryngale:
Labiale:
Explosive
tonl. tön.
t d
t —
7c g
<1 ~
c c j
■p b
Fricative Liquida Nasale
tonl. tön.
s z z Irr n
$ z z — —
X 9 — *
— q —
— ?/ — n
li h — —
f w — m
3) Hinsichtlich der Aussprache dieser Zeichen gelten im
Charnir die gleichen Bestimmungen, welche bereits im Billn
angegeben worden sind. Vgl. meine Schrift: Die Bilmsprache.
Wien, 1882, §. 3ff. Mit r (r- Vocal) bezeichne ich das r
zwischen zwei Consonanten mit aufgehobenem Vocal, wie trbä
Lein, trmüs Gflasflasche u. s. w., gesprochen wie das slavische
t in smrt. Ueber p vgl. §. 75. — Nur in der Aussprache der
w-haltigen Kehllaute ist das Charnir etwas conservativer geblieben
als das Bilin, indem es in der Regel das u noch an
seiner ursprünglichen Stelle erhalten hat. Während nämlich
das Billn sehr häufig das u des Kehllautes diesem in der Aussprache
voransetzt, bleibt dasselbe im Charnir meist an seiner
ursprünglichen Stelle, wie: liltüä plur. Ukü (Bil. Mküä plur Huk)
Wegzehrung, likü-t (Bil. luik-r) sich mit Wegzehrung versehen;
ay v üld (Bil. agarä, d. i. augarä, Saho akuar) Mist; d.ikils (Bil.
dälcst, daiilcsl lasse passiren, vorbeiziehen ! digürä (Bil.
dängürä, ¥9Tt"Y"&' t ) Stein u. s. w. Doch kommen im Charnir
auch schon Fälle vor, in welchen der dem w-haltigen Kehllaut
vorangehende Vocal durch jenes u gefärbt wird, wie: bukürtä
(aus bekürtä, ! ) eine bestimmte Brodsorte (A. »nCW’^* : )i
dunküdn (aus denkiidn, Amh. .l’'’} 1 .»,’}:) Zelt; dugülä
(aus degulä, Jb A. Brod in Asche gebacken;
lugüm neben ligüm zügeln u. s. w., und ferner auch gleich dem
Bilin Fälle, in denen das u des Kehllautes diesem in der Aussprache
vorangeht, wie: luk (jWi'Quara lekü) Bein; du/drä