lieber eine Handschrift des Passionais und Buches der Märtyrer.
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196, 18
manic hus gewan des schade,
daz die vlut nider trat.
ouch lief daz wazzer in die stat
zu Rome an grozeme suse.
B Bl. 123 b
manig haus gewan des schade
Das die flut nider trat
vnd sold in treiben aus der
stat.
Bl. 123 c
Auch lief daz wazzer aus seinem
pfat
zu Rome in die stat
Vnd an grofzem sause.
Nebst den Lücken, welche bei den Interpolationen in Betracht
gezogen werden mussten, erscheinen noch andere, von
welchen wir einem Theil wenigstens auch früheren Ursprung
zuerkennen dürfen. Eine derselben habe ich schon zur Bestimmung
der Verszahl, welche in der Vorlage von B auf
eine Columne kam, herangezogen. Noch grösser als diese ist
jene in der Legende von Gregorius, wo 193, 9—59, also
gerade fünfzig Verso fehlen. So viele zählte aber eine Spalte
in S, was die Vermuthung erweckt, der Schreiber der Vorlage
von B habe eine Hs. benützt, welche in ihrer äusserlichen Beschaffenheit
mit S übereinlcam. Diese Vermuthung hat um so
mehr Wahrscheinlichkeit, als sich der Ausfall nur durch Abspringen
von einer Spalte auf die andere erklären lässt. Anderswo
ist es gleicher Reim, der das Abirren des Auges verursachte.
In Folge dessen wurde 32, 43—55 übergangen, wo
dann nach V. 56 ein darauf reimender Vers hielt sich in grosser
hüte eingefügt erscheint, ein Zcugniss dafür, dass die Verse,
wenn nicht schon früher, so doch in der Vorlage von B mangelten;
ferner 188, 88—189, 8. 109, 46 f. 161, 54 f. 201, 17 f.;
172, 98 f. sind wegen gleichen Versanfanges; 158, 11 wegen
übereinstimmenden Ausdruckes im Versinnern übersprungen
worden. Ersterer kommt auch 200, 22 f. in Anschlag:
7. 20 daz hete, als ich hem vernumen,
Lucas ewangelista
gemalet unser vrowen na,
wand der selbe Lucas
malens gar ein meister was