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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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nach  nur  dann  in  ein  arabisches  Wörterbuch,  wenn  sie  allgemeiner ­
  in  Gebrauch  gekommen  sind,  und  ich  habe  demnach
manches  ausgeschlossen,  denn  Gabarty  hat  in  der  Aufnahme
solcher  Wörter,  wie  mir  scheint,  nicht  immer  das  richtige
Maass  eingehalten.
Eine  ähnliche  Beschränkung  legte  ich  mir  auf  hinsichtlich
der  Berichtigungen  zu  Freytags  Lexikon.  Ich  verbesserte  hie
und  da  einen  Fehler,  wo  er  mir  im  Verlaufe  meiner  Lectüre  gerade ­
  auffiel.  Aber  ich  möchte  darüber  keinen  Zweifel  aufkommen
  lassen,  dass  der  Zweck  dieser  Arbeit  eine  kritische
Sichtung  des  in  Freytags  Lexikon  enthaltenen  Sprachmaterials
nicht  in  sich  schloss,  denn  eine  solche  würde  sich  zu  einem
umfangreichen  Werke  gestalten.
Die  arabische  Lexikographie  ist  dadurch  allmälig  in  falsche
Geleise  gerathen,  dass  man  schon  früh  begann  Wörterbücher
nicht  aus  der  lebenden  Sprache  und  Literatur,  sondern  aus
älteren  Wörterbüchern  zusammenzustellen.  Man  schrieb  die
Alten  ab  mit  allen  Fehlern,  fügte  neue  hinzu,  wozu  die  Unvollkommenheit ­
  des  arabischen  Alphabetes  nicht  wenig  beitrug,
und  auf  diese  Art  entstanden  Varianten  und  vermeintliche  neue
Wortformen  in  Hülle  und  Fülle.  Ein  schlagendes  Beispiel
>  „  _  >  o  „
habe  ich  in  dem  Worte  oder  Jcule  gegeben,  das
Kämüs  anführt  und  Freytag  als:  princeps  Christianorum  erklärt, ­
  obgleich  es  nirgends  in  der  Literatur  nachweisbar  ist:
denn  es  ist  nichts  anderes  als  eine  entstellte  Schreibweise  für

Augustus,  als  römischer  Kaisername.

Wenn  ich  einzelne  solcher  Fehler  berichtige,  so  darf  daraus
nicht  gefolgert  werden,  ich  hätte  die  weit  zahlreicheren  nicht
berichtigten  übersehen.  Ich  wollte  nur  meine  Arbeit  nicht  über
gewisse  Grenzen  ausdehnen.  Denn  wir  sind  in  der  arabischen
Lexikographie  noch  lange  nicht  so  weit,  den  gesammten  Sprachstoff
  einer  kritischen  Sichtung  unterziehen  zu  können  und  wir
werden  für  längere  Zeit  uns  mit  einfachen  Beiträgen  begnügen
müssen.  Ja  wir  dürfen  uns  keiner  Täuschung  hingeben:  vieles
wird  für  immer  zweifelhaft  bleiben.
Ueberhaupt  kann  von  einer  Sichtung  des  Echten  vom  Unechten ­
  erst  dann  die  Rede  sein,  wenn  für  jedes  Wort  auch  die
Belege  aus  der  Literatur  beigebracht  würden;  eine  Riesenarbeit,
            
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