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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

420  Krall.
Jahre  XXII.  Thutmes  brach  in  dem  genannten  Jahre  am
25.  Pharmuthi 1  von  Zar  auf  und  war  am  4.  Pachons  schon  in
Gaza.  Inzwischen  hatte  bereits  sein  23.  Jahr  begonnen.  Ich
halte  es  für  sehr  wahrscheinlich,  dass  in  der  Zeit  der  Thutmosiden
  überhaupt  das  Regnaljahr  von  Pachons  zu  Pachons
gieng  und  vermuthe  darum,  dass  in  der  bekannten  Inschrift  des
Amenemheb  statt  vielmehr  zu  lesen  ist. 2  Wir  müssten
i  1  1  I  I  I  I
dann  freilich  darauf  verzichten,  den  30.  Pharmuthi  für  den  wirklichen ­
  Todestag  Thutmes  III.  zu  halten.  Die  Angabe,  dass
Thutmes  III.  am  letzten  Tage  seines  54.  Jahres  bei  Sonnenuntergang ­
  dahingieng,  um  am  nächsten  Morgen  gleichsam  neugeboren
in  der  Gestalt  seines  Sohnes  Amenothes  II.  den  ägyptischen
Thron  wieder  zu  besteigen,  würde  in  die  Reihe  der  Anpassungen
des  Lebens  der  Pharaonen  an  dasjenige  ihrer  Vorbilder,  der
Götter,  namentlich  des  Gottes  Rä  gehören,  welche  wir  oben  besprochen ­
  haben  (Vgl.  oben  Seite  382).  Die  Entfernung  von
Pelusium  nach  Gaza  beträgt  sieben 3  Tagemärsche,  die  eben  angeführten ­
  Daten  aus  dem  ersten  Feldzuge  Thutmes  III.  stimmen
damit  vorzüglich.  Während  Thutmes  III.  am  25.  Pharmuthi  Zar
verlässt,  finden  wir,  dass  Ramses  II.  nach  dem  Papyrus  Sallier
in  seinem  fünften  Jahre  am  9.  Payni  aus  der  Feste  Chetam

1  Vgl.  Maspero  im  Recueil,  II,  49  nach  der  Copie  von  Champollion,  Notices
manuscrites,  II,  154,  1.
2  Vgl.  unsere  Anzeige  von  Brugsch,  Thesaurus  inscriptionum  aegyptiacarum
  I,  in  der  D.  Literaturzeitung,  Nr.  28,  S.  1983.
3  Das  ist  der  Hintergrund  für  den  bösen  Witz  der  Alexandriner,  wonach
die  aus  Aegypten  entlaufenen  Juden  den  Weg  in  sechs  Tagen  zurückgelegt ­
  hätten,  um  dafür  am  Sabbath  ausruhen  zu  dürfen.  Vgl.  Tacitus,
Hist.  V,  3  ,et  continuum  sex  dierum  iter  emensi,  septimo  pulsis  cultoribus
  optimiere  terras  in  cjuis  urbs  et  templum  dicata 4  und  Apion  bei
Josephus,  Contra  Apionem  JLI,  2:  ,bÖ£uaavTE<;  ei*  ^p-sptov  ooov  ßoußtovas  layovj
zat  8ia  Tauirjv  T7)V  atTtav  Tyj  eßBop-yj  f][t-ipcc  avETzauaavro  ucoG^vtei;  e?<;'t7)v  }(ü>-pav
  vrjv  vüv  ’louoodav  Xsyo(j.Evr|V,  xai  sxaXEaav  ttjv  ^(xs'pav  craßßarov,  ato^ovte?
Trjv  Acyu7CTkov  yXwTTav  *  to  yap  ßoußo5vo<;  aXyo;  xaXoüai  A^yurcrioi  aaßßattoaiv. 4
Die  Etymologie  geht  von  der  Wurzel,  schep,  —  und  dem  davon
abgeleiteten  Worte  ^  (|  (|  ^  —  aus,  welchen  nach  Brugsch,  Suppl.  S.  1181
die  Bedeutung  ,rothe,  röthliche  Flecken  zeigen,  wie  sie  beim  Gefühl  der
Scham  im  Gesicht  oder  bei  gewissen  Krankheiten  aufzusteigen  pflegen 4
zukommt.  In  ,a>oiv*  steckt  wohl  das  koptische:  £huj  cruciari,  vexari(a'Xyo?).
            
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