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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

416

Krall.

Excurs.
Der  von  uns  oben,  S.  401,  versuchte  Nachweis,  dass  die
Erhebung  des  Salatis  dem  Aufkommen  des  Assyrerreiches  nach
den  Ansätzen  des  Ktesias  zeitlich  folgte,  hat  ein  neues  Element
in  die  Kritik  der  manethonischen  Tomoi  eingeführt.  Manetho,  so
hat  sich  uns  ergeben,  kann  den  Beginn  des  Salatis  nicht  viel
früher  als  2000  v.  d.  ehr.  Aera  angesetzt  haben.  Nun  liegen
zwischen  dem  Könige  Sesostris,  den  wir  auf  Grund  von  Erwägungen ­
  ganz  anderer  Art  rund  auf  2660  v.  d.  ehr.  Aera
fixieren  konnten  (Wiener  Studien  für  classische  Philologie,  1882,
S.  51),  in  den  Tomoi  des  Africanus,  neben  den  letzten  Königen
der  XII.  Dynastie,  deren  Regierungszeit  nur  28  Jahre  betrug,
zwei  Dynastien  mit  zusammen  687  Jahren  (XIII  mit  453  und
XIV  mit  184).
Die  rectificierten  Tomoi  das  Africanus  führen  uns,  wie  die
Rechnung  zeigt
Anfang  des  Salatis  um  2000  v.  d.  ehr.  Aera
XIII.  und  XIV.  Dynastie  637
Letzte  Könige  der  XII.  Dynastie  28
um  2665  v.  d.  ehr.  Aera.
zu  demselben  Ergebnisse,  wie  die  Phönixreihe  des  Tacitus  und
die  Generationenrechnung  bei  Diodor.
Noch  viel  weiter  lässt  sich  die  Uebereinstimmung  verfolgen. ­
  Allgemein  wird  es  zugegeben,  dass  in  dem  ersten
Tomos,  welcher  sich  auf  neutralem  Boden  bewegte,  die  Verderbniss
  gering  gewesen  ist  und  keine  nennenswerthen  Spuren
hinterlassen  hat.  Fällt  Sesostris  um  2665  v.  d.  ehr.  Aera,
so  fällt  der  Beginn  der  XII.  Dynastie  um  2800  v.  d.  ehr.  Aera,
der  erste  Tomos  umfasste  2300  Jahre,
darnach  fällt  Menes  rund  5100  v.  d.  ehr.  Aera.
Wer  denkt  hiebei  nicht  an  Diodor  I,  44:  ux  avOpwxwv  Se
tyjv  )G>pav  ßsßactXsücrGat  <paciv  evi;  ßpajfij  Aeixovto:  twv  Trevzay.iayjMiov
IJ-eypi  ~r ( Q  ev.a-raeä)?  -/.ai  oySoy]'/.ogt?;<;  oAujj.xidBo?  xaQ’ljv  rjjj.sti;  [Av  xapeßaXogev
  £i?  AI’yuxtov,  eßaaiXeue  G£  ÜToAep-aio?  6  veo?  Atovuco?  yp-qp-an^MV.
Der  Kanon,  der  den  ägyptischen  Priestern  in  der  griechischen ­
  Periode  vorlag,  scheint  mir  nun  in  seinen  Grundlagen
festgestellt,  der  Zeitraum  abgesteckt  zu  sein,  innerhalb  dessen
            
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