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Krall.
Verehrung zollte, dass er sich seihst als Oberpriester des Harrnachis
bezeichnete und ihm Opfer brachte, so wird man sich der
Gleichsetzung Amenothes IV. mit Horos-Harmachis, zu der die
Listen des Josephus uns drängen, nicht verschliessen können.
Man wird es begreiflich finden, dass, wenn unsere Gleichsetzung
Achunaten mit Horos-Harmachis richtig ist, das Vorgehen
Amenothes IV. auf religiösem Gebiete in der Sage der
späteren Zeit als Zauberei erschien, dass man ihn unter diejenigen
zählte, welche die Götter schauen wollten. Der Umstand,
dass die Namen des Königs und des Sehero, Amenophis, correct
auf den in der XVIII. Dynastie der Tomoi üblichen Namen
Amenothes hinweisen, lässt uns vermuthen, dass zwischen
IIoros-Harmachis-Achunaten und dem König Amenophis bei
Manetho ein näherer Zusammenhang besteht, als es nach den
vorliegenden Fragmenten den Anschein hat, ja dass Amenophis
erst in der halbhistorischen Literatur an die Stelle gerückt
wurde, die er bei Manetho einnimmt.
Gar mannigfaltig waren, wie die Fragmente des Chairemon,
Lysimachos und die bekannte Stelle des Tacitus 1 bezeugen,
die Ueberlieferungen, welche sich an die von Manetho erzählte
Begebenheit anschlossen. Sie knüpften bald an den König
Amenophis, bald an einen König Bokkoris an. 2 Es ist ein wohl
nur absichtlicher, weil den Juden höchst fataler Irrthum
Apions und anderer Autoren, wenn sie den letztgenannten König
mit dem gleichnamigen König aus dem achten Jahrhundert
verwechselten und damit Moses und den Auszug in die siebente
Olympiade setzten. 3 Das wird uns natürlich nicht hindern, den
bei Lysimachos und Tacitus genannten König Bokkoris — aus
J ^O, Bok-n-rä, Diener des Rä, entstanden, welches wahrscheinlich
für ] [1 O, Bok-n-aten, steht 4 — in die Zeit
AAAAAA I AAAAM
zu setzen, welche monumental an den Namen Achunaten an--den
Vordergrund zu schieben. Von 'semitischen Einwirkungen kann,
vollends bei den gut ägyptischen Namen der Eltern seiner Hutter Thi,
keine Rede sein.
1 Hist. V, 3.
2 Das letztere bei Lysimachos und Tacitus.
3 Contra Apionem II, 2.
J Vgl. unser ,Manethonisches Geschichtswerk 1 , S. 39 [159].