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Krall.
deren Anwendung man die Götter schauen konnte. Besonders
häufig wurde die Lekanomantie angewendet, von der in einem
anderen Zusammenhänge näher die Rede sein wird. Der letzte
König Aegyptens, Ncctanebos, der bekanntlich ein grosser
Zauberkünstler war, wendete nach dem Pseudo-Kallisthenes 1
auch beim Heranrücken der Perser seine Künste an, er sah in
eine Xsxcfej und bemerkte, dass die Götter der Aegypter die
Schiffe der Feinde steuerten und ihren Heeren den Weg wiesen;-er
erkannte, dass er verloren sei. Die Quelle, der dies entnommen
ist, rühmt von ihm, er sei eiOiapivcx; xoiq Osoü; aü-rou op.iXeiv.
War es von Seiten des gemeinen Aegypters ein todeswürdiges
Verbrechen, sich der Magie zu ergeben, so ist es
natürlich, dass ein ähnliches Vorgehen von Seiten Pharao’s
ebenfalls von unheilvollen Folgen begleitet sein musste. Den
besten Beweis hiefür und zugleich den besten Commentar zu
dem ganzen Exodusfragmente liefert uns die Erzählung von
Chamois. Das von Gott Thot eigenhändig niedergeschriebene
Buch, welches unter anderem auch Formeln enthielt, durch
deren Anwendung man Rä sammt seinem Götterkreis und Aah,
den Mondgott schauen konnte, bringt seinem jedesmaligen Besitzer
nur Unglück. Durch die Aneignung des Buches hatte
Neferchophtah 3 den Gott Thot geschädigt, der sich auch
beeilte, bei Rä Klage zu führen. Rä billigt die Anklage und
lässt nicht blos Neferchophtah, sondern auch die Seinigen
das Vergehen mit dem Leben blissen. Wie hier nicht blos
Neferchophtah, sondern auch seine ganze Familie büssen muss,
1 E(l. Karl Müller.
2 Aehnlich im Traume Nebukadnezars bei Abydenus (Fragm. 9 bei Müller,
Frgg. Hist. Graec. IV, 283).
3 Die übliche Lesung Ptahnoferka, ^ § J) f ^ ist gegenüber
der Transscription NEysp/ypy),; des Namens
definitiv aufzugeben.
Maspero hat, wie seine Lesung Neferkephtah zeigt, dies bereits
gethan. Dass der mittlere Bestandtheil des Namens yto zu lesen ist,
zeigt die Transscription Kwywp] des liierogl. ? I und der Name
Xou-njp der beim Pseudo-Eratosthenes (Nr. 27) taupo; rupavvos interpreführt.
Ueber die Ertiert
wird, was auf ein hierogl. ^£11 Jl 1 l l
kliirungen der pseudo-eratosthenischen Liste vgl. unsere ,Historisch-philologischen
Analekten I‘ in der Aeg. Z. 1883, S. 80.