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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Krall.

griechische  Inschrift  unserer  ägyptischen  Sammlung  (III.  Zimmer,
Nr.  144),  welche  zuerst,  aber  nicht  ganz  correct  von  Brugsch  (Geographische ­
  Inschriften  I,  136  —137)  publiciert  worden  ist,  giebt  den  Namen

entsprechend,
wir  aus  den

Dass  I  v  3  griechisch  zu  2o^,  Sou^  wird,  wissen  wir  aus  den
Namen  FIeteoou/  oder  IlETEaou^t;  (Sehow,  Charta  papyracea,  S.  24),  gleich

□

hierogl.
A  0

Anlasse  sei  bemerkt,  dass  eine

von  mir  vorgenommene  Untersuchung  des  Steins,  die  auf  Grund  der
Publication  von  Brugsch,  ohne  Einsicht  des  Originals  aufgestellten,
neuen  Lesungen  von  Lumbroso  (Reclierches  sur  l’economie  politique
de  l’Egypte  sous  les  Lagides,  134A.  2)  nur  bestätigen  konnte:  Vor
Allem  die  Conjectur  elxöva  XiOlvrjv  (der  Stein  giebt  N0PIINN)  statt
E:xova  xat  sopivjv  (Brugsch)  und  die  Lesung  eiii  t/[;  AiyuTtro'j  (der  Stein
giebt  deutlich  EIHT  (Z.  4)  IIS  AIFVllTOl')  statt  zr.ip-/m  ri);  (?)  Aiyünrou
(Brugsch).
Belehrender  ist  der  zweite  Beleg.  Der  siebente  Monat  des  koptischen ­
  Kalenders  lautet  in  der  sahidischen  Form  luvp.woyvT  —  wofür,
wie  Stern,  Koptische  Grammatik  §.  290  anmerkt,  Lepsius,  Dkm.  IV,
102,  28  die  ursprüngliche  Form  n&peM.oe,Tn  giebt  —  in  der  boheirischen
In  beiden  Fällen  liegt  hier  deutlich  ein  liieroglyphisches

Har-m-fyotp  vor,  nur  mit  dem  Unterschiede,  dass  das

Sahidische  die  ursprüngliche  Form  reiner  erhalten  hat,  während  das
Boheirische  vor  Allem  das  p  ausfallen  liess.  Etwa  wie  in  dem

worden  ist.  (Vgl.  unseren  Aufsatz  in  den  Wiener  Studien  für  classische
Philologie,  1882,  S.  164  f.)
Die  richtige  Erklärung  des  siebenten  Monats  gibt  den  Schlüssel
zum  achten,  iu\p.wovTe  :  ’p^p.^OTOi.  Wir  haben  auch  hier  als  ersten

als  zweiten  das  Wort  otttc  :  oir-o-i,  in

welchem  ich  das  koptische  ootc  :  oir-o-i  ,vulva,  uterus 1  erkenne.  Man
hat  hier  an  die  im  Monat  Pharmuthi  gefeierte  Geburt  des  Horos  zu
denken.  Im  Kalender  von  Apollinopolis  Magna  (edd.  Brugsch)  lesen
wir  zum  2.  Pharmuthi:  ,Es  ward  geboren  Horos,  der  Sohn  der  Isis  und
des  Osiris.  Festgestellt  sind  die  Aoycio:  pu-fps:  der  Göttin  Isis  von
diesem  Tage  an  bis  zum  21.  Tage 1  (Vgl.  auch  Studien  zur  Geschichte
des  alten  Aegypten,  I,  36  [868]).  Diesen  Thatsachen  gegenüber  scheint
mir  die  übliche  Deutung  des  Pharmuthi  als  Monats  der  Göttin  lianent,
der  auch  Brugsch,  Suppl.  S.  402  ,am  Monatsfeste  des  Pharmuthi

V&y  tw®  JA.  ‘  zustimmt,  unhaltbar  zu  sein.  Die  Namen  der  ägyptischen ­

  Monate,  welche  uns  in  griechischen  und  koptischen  Texten  vor
liegen,  sind  jedesfalls  spät  entstanden.
            
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