Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  II.

405

währsmann  war  wohl  der  Ansicht,  dass  Sesostris  es  gar  nicht
nöthig  gehabt  habe,  zu  einem  so  verzweifelten  Hilfsmittel  zu
greifen.  Pharao  konnte  ja  noch  Grösseres  vollbringen;  sagen
doch  die  versammelten  Grossen  auf  der  Kubanstele  zu  Raumes  II.,
also  zu  dem  Sesostris  der  Griechen:  (Z.  13)  /Wenn  Du  etwas
wünschest  in  der  Nacht,  so  ist  es  mit  Tagesanbruch  geschehen
.  .  .  (Z.  17)  Wenn  Du  zum  Wasser  sagst:  „Komm  auf  den
Berg“,  so  erscheint  das  Wasser  sofort  auf  Dein  Gelieiss/
Am  Wichtigsten  ist  das  dritte  Manethonische  Fragment,
welches  die  Exodus  behandelt.  Als  seine  Quelle  hat  Manetho
nach  eigenem  Geständniss  (w?  aüfic?  mp.oXoy'Yjy.Ev)  nicht  die  Upa
ypap-gaTa  benützt,  sondern  die  äSecxitwi;  p.uOoXoyoöp.sva  herangezogen. ­
  Aus  den  vorhergehenden  Erörterungen  ist  es  klar,
was  Manetho  darunter  gemeint  hat.  Seinen  Bericht  hat  er
einem  jener  halbhistorischen  Texte  entnommen,  welche  in  Ermangelung ­
  besserer  Hilfsmittel  zu  seinen  Hauptquellen  gehören
mussten.  Der  Inhalt  des  Stückes  würde  auch  ohne  Manetho’s
Erklärung,  welche  seiner  Genauigkeit  alle  Ehre  macht,  genügen, ­
  dies  erkennen  zu  lassen.
Die  Handlung  wird  unter  einen  König  Amenophis  verlegt, ­
  unter  dem,  nach  früheren  1  Erörterungen,  nur  Ramses’  II.
Nachfolger,  den  wir  Menephtah  nennen,  gemeint  sein  kann.
Die  Transscription  ’Ap-evws«;  entspricht,  wie  unzweifelhaft  fest-<—z
  [1  Ah.  Einen  König  dieses
aaaaaa  I  LZJ  c—1
Namens  finden  wir  erst  als  vierten  in  der  XXI.  Dynastie  der
Tomoi,  wo  er  beim  armenischen  Euseb  richtig  Amenophis  geschrieben ­
  ist. 2  An  einen  König  dieses  Namens  kann  natürlich ­
  an  unserer  Stelle  nicht  gedacht  werden.  Es  zeigt  sich
ferner,  dass  die  auf  Manetho  zurückgehende  Königsliste  bei
Josephus  mit  Amenophis  den  Namen  (I  (Amenhotp),
wiedergiebt,  den  die  griechischen  Papyrusrollen  correct  ’Agevdiöv);
transscribieren.

Zwei  weitere  Belege  für  die  Transscription  ,w0‘  der  Gruppe

^  □

(hotp)  in  Zusammensetzungen  seien  an  dieser  Stelle  angeführt.  Eine

1  Oben  S.  387  f.
2  Jetzt  monumental  nachgewiesen  von  Wiedemann  in  der  Aeg.  Z.  1882,
Nr.  2.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.