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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Krall.

Hermaios’  gewaltsamer  Regierung  entgegenzutreten.  Wir  erfahren, ­
  dass  der  TcxaYf.^ 0 ?  sw  t<Sv  Ispöv  Aiyuktou  Sesostris
schriftlich  von  der  Empörung  seines  Bruders  verständigte.
Beides  wieder  ganz  correct.  Auf  einer  Inschrift  der  römischen
Kaiserzeit  wird  ein  Lucius  Julius  Yestinus  als  dp/ispsb<;  ’Aheijavopdaq
  zai  AifÜTtrou  mxcr]c  erwähnt.  Mit  Recht  hat  Letronne 1
ohne  Berücksichtigung  der  Manethostelle,  welche  seine  Annahme ­
  zur  Gewissheit  erhebt,  vermutbet,  dass  diese  Würde
schon  zur  Zeit  der  Ptolemäerherrschaft  bestand.  Dass  eine
lebhafte  Correspondenz  zwischen  Aegypten  und  dem  Heere
stattfand,  wusste  Manetho  ebenso  gut  wie  wir. 2  Die  Papyrusliteratur ­
  gibt  davon  Zeugniss.
Wie  der  von  Herodot  erzählte  Anschlag  in  dem  Geiste
eines,  ägyptischer  Verhältnisse  kundigen  Autors  sich  wiederspiegeln ­
  musste,  zeigt  uns  Diodor,  welcher,  wie  wir  annehmen,
den  bei  Josephus  fehlenden  Rest  des  manethonischen  Berichtes
erhalten  hat.  Diodor’s  Gewährsmann  konnte  in  dem  Berichte
Herodot’s  vor  Allem  nicht  begreifen,  wo  der  ganze  Hofstaat,
der  für  die  Bequemlichkeit  und  Sicherheit  Pharao’s  zu  sorgen
hatte,  beim  Auflodern  der  Flammen  blieb  und  half  sich  mit  der
Bemerkung,  dass  Pharaos  Diener  berauscht  waren  (ot  p.ev  skt  tyjc
0spa~ciai;  tou  ßaciXsup  zgrayp-evo:  trapsßoqöouv  aY evv “S  w?  Äv  oivd)-P-evoi).
  Der  grässliche  Zug,  die  Aufopferung  der  Kinder,  entfällt ­
  bei  Diodor:  Sesostris  betet  zu  den  Göttern 3  und  schlägt
sich  dann  mit  den  Seinigen  durch  die  Flammen.  Sein  Ge-1

  Recueil  I,  279,  361  und  II,  25.
2  Vgl.  das  oft,  zuletzt  von  Erman,  Aeg.  Z.  1879,  S.  29  f.  behandelte  Tagebuch ­
  eines  ägyptischen  Grenzbeamten,  welches  auf  der  Rückseite  des
Papyrus  Anastasi  III  sich  findet.  Durch  dasselbe  erfahren  wir  von
zahlreichen  Boten,  welche  die  ägyptische  Grenze  passierten  um  Briefe
nach  Syrien,  an  den  Fürsten  von  Tyros,  an  das  Lager  Pharao’s  zu
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tragen.  Ausgangsort  (Formel:  |  und  Bestimmungsort
,  sowie  die  Zahl  der  Briefe  werden  genau  angegeben.
3  Für  die  Art  und  Weise,  wie  die  Aegypter  sich  das  Verhältnis  der  Menschen ­
  zu  den  Göttern  dachten,  sind  die  Manethonischen  Fragmente  allseitig ­
  belehrend.  Sie  sind  von  dem  Glauben  an  ein  unmittelbares,  stetiges
Eingreifen  der  Götter  in  die  Geschicke  der  Menschen  getragen.  Man
beachte  vor  allem  die  merkwürdige  Stelle  bei  Josephus  I,  14:  hü  toütou
(d.  h.  dem  Könige  T(p.aos)  ouv  oüx  o!S’  ojim;  b  8eÖj  ävc^jiVEutjEV.
            
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