Studien zur Geschichte des alten Aegypten. II.
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Tctlimosis, in den Tomoi dagegen correct Amosis. 1 Die Abweichungen,
welche bald Richtigstellungen, bald Verschlimmbesserungen
sind, zeigen uns wieder, dass die Tomoi und die
Atyimt<r/.d einen gemeinsamen Autor nicht haben können. Da
uns die klymma.v.ä in ihrer Gesammtbeit verloren gegangen sind,
so wird sich das Abhängigkeitsverhiiltniss der Töp.ot von den
Bi'ßho'. freilich nie ganz klarstellen lassen.
Das zweite manethonische Fragment I, 15 ist trotz seiner
antiquarischen Genauigkeit nichts anderes als die ägyptische
Fassung der Erzählung, die Herodot aus dem Munde seiner
Führer vernommen und II, 107 schriftlich fixiert hat. Der Vergleich
beider Fassungen unter Heranziehung des ergänzenden
Berichtes Diodor’s, I, 57, 6—8, ist lehrreich genug. Herodot
erzählt, Sesostris habe bei seinem. Auszuge seinen Bruder über
Aegypten als iVxp-cc eingesetzt. Dieser habe den zurückkehrenden
König beim pelusischen Daphne bewirthet, hierauf
jedoch das Zelt, in dem sich Sesostris mit Frau und Kindern
aufhielt, in Brand gesteckt. Nur durch Aufopferung zweier
Söhne konnten die übrigen gerettet werden. So erzählt der
Grieche. Der Aegypter Manetho erzählt dagegen ganz anders.
Er berichtet, dass Hermaios offen nach des Bruders Reich
trachtete. Die Aneignung des königlichen Harems ist, wie der
Vorgang Absalom’s 2 zeigt, echt orientalisch. Man musste sich
natürlich fragen, was die Anhänger des Sesostris thaten, um
1 Die Sache verhält sicli wahrscheinlich anders. Wir glauben, dass Lepsius
recht gesehen, als er annahm, der sechste und siebente König der Liste
(Mr)^p«y[j.oiiOci)at; und 0p.wai?) seien mit den Königen Mia<ppay|j.ouOcoai;
('AXioippayiioiOtoai; ist natürlich nichts als eine alte Verschreibung, AAl
= Ml) und 0oü|j.p.(ooi; identisch, welche im Hykschosfragmente als Vertreiber
der Hykschos auftreten. Manetho hat die Befreiung Aegyptens von
der Fremdherrschaft später angesetzt, als es nach den Monumenten der
Fall war. Das Richtige scheint zuerst Ptolemaios von Mendes gegeben
zu haben. Dessen Ansatz geben die Tomoi, gab wohl auch die Liste,
welche Josephus vorlag, von der er uns I, 15 ein Bruchstück giebt. Fand
nun Josephus in dieser Liste den Auszug der Hykschos unter einem
Könige Amosis — dem ersten in der Reihe — vermerkt, so ist nichts
natürlicher als dass er der Ansicht war, dieser sei der König Tethmosis
des Fragments und dementsprechend den Namen Amosis durch Tethmosis
ersetzte. Einen ähnlichen Fehler haben wir bereits oben S. 387
beobachtet.
2 II Samuelis, 16, 22.