Studien zur trescliiclite des alten Aegypten. II.
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Aigyptos, Menophres u. s. w. Der grosse Eroberer der Vorzeit
erscheint bei den Späteren auch meist als Sesostris oder
Sesoosis, je einmal dagegen als ’Ocup,Gev§ua<; 1 und Ramses. 2
Sachlich ist in unserem Fragmente vor Allem die Kriegerzahl
der Hykschos bemerkenswerth. Gegen 240.000 Mann
soll die Anzahl ihrer Truppen in dem Hauptlager zu Avaris
betragen haben. Diese Zahl wiederholt sich bei Angaben der
Stärke ägyptischer Heere; wir finden, dass des Misphragmuthosis
Sohn Thethmosis mit 480.000 Mann, also mit der doppelten
Anzahl, die Hykschos bekämpfte, 3 ferner, dass unter Psametik
240.000 Aegypter nach Aethiopien auszogen.' 1 Aus Herodot 5
wissen wir, dass die Kriegerkaste in zwei Abtheilungen zerfiel,
von denen die eine, die Hermotybier 0 160.000, die andere, die
Kalasyrier 250.000 Mann, wie es scheint zu seiner Zeit, erreichen
konnte. Man wird annehmen dürfen, dass zur Zeit der Perser
und Griechen —• vor Allem durch Manetho — als Durchschnittshöhe
des ägyptischen Heeres der älteren Zeit 480.000
Mann in zwei Abtheilungen zu je 240.000 Mann angenommen
wurden. Die Hälfte der ägyptischen Kriegerkaste — eben die
si; dpcorep^s yv.p'oz zapi.c-rap.evo'. ßacAei — wäre darnach unter
Psametik ausgezogen, mit der ganzen Heeresmacht Aegyptens
hätte Thethmosis die Hykschos bekämpft.
Je weniger die eingeborenen Aegypter in der Wirklichkeit
zu bedeuten hatten, desto mehr gefielen sie sich darin, die l'haten
1 Diodor I, 47. Im Sotliisbuche heisst er Ouaijjapr^. Bemerkenswerth ist
diese Verschiedenheit in der Transscription des hieroglypliischen ^~jp ©Jj.
Wir finden dieselbe Erscheinung bei dem Königsnamen ©Jj ,Märä‘,
Diodor I, Gl, M^vorjv, 3v tive? ftlapßov 7ipoaovop.a£ou<nv und dem Gottesnamen
Märulis, welcher von den Griechen MdvSouXi; transscribiert wird.
Es sind Versuche das ägyptische *=—o (y) wiederzugeben.
2 Tacitus, Annales II, 00.
3 Contra Apionem I, 15.
1 Herodot II, 30.
5 IX, 164 fl.
0 In 'lipporüßiEs steckt als erster Bestandtheil denn wolil das koptische
pcuve, ebenso wie in dem angeblich ägyptischen Namen der Juden
(nach Artapanos bei Euseb. Präp. IX, 23) c Iip|j.iouO, welcher nichts ist als
rem-Juth (Mann von Juda), wie schon Unger, Manetho S. 217 vermuthet
hat.
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. CV. Bd. II. Hft. 26