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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Krall.

Rethen'  passend  genug.  Dass  der  ethnographische  Begriff
,Land  und  Volk  der  Rethen'  noch  in  der  Zeit  der  Ptolemäer
lebendig  war,  lehrt  die  trilingue  Inschrift  von  Tanis. 1
Von  grosser  Wichtigkeit  für  die  Beurtheilung  des  Hykschosfragmentes
  ist  die  richtige  Erklärung  des  Namens  des
Königs,  unter  dem  der  Hykschoseinbruch  stattfand.  Auszugehen ­
  hat  man  von  der  Form  Tip.aog,  von  der  bedeutende
Varianten 2  nicht  vorliegen.  Die  bisherigen  Erklärungsversuche,
welche  man  gewöhnlich  ohne  Rücksicht  auf  die  Transscriptionsgesetze ­
  und  zudem  von  falschen  Voraussetzungen  ausgehend
gegeben  hat,  sind  ganz  unhaltbar.  Mit  Beachtung  der  ersteren
ist  es  gar  nicht  schwer,  die  hieroglyphische  Urform  nachzuweisen. ­
  Die  Umschriften  der  griechischen  Eigennamen  zeigen,
dass  das  griechische  T  auch  zur  annähernden  Wiedergabe
des  den  Aegyptern  eigenthümlichen  Lautes  =c.  diente.  Ich  verweise ­
  einfach  auf  die  Namen  Teiö?.  und  Tesaaßi?. 3  Der  erste
Bestandteil  des  Namens  Ti  entspricht  daher  dem  koptischen
ati,  capere,  dem  hieroglyphischen  .  Die  Feststellung  dieses
CS
ersten  Bestandteiles  führt  uns  dazu  in  Tiiiaoc  die  ganz  correcte
Transscription  des  in  der  Ptolemäerzeit  so  häufigen,  bereits  oben 4

besprochenen  Namens

zu  erkennen.  Diese

mühelose  Erklärung  des  Namens  lässt  uns  annehmen,  dass  hier

ein  volkstümlicher  Name  vor]  iegt,  den  wir  wohl  vergeblich
unter  den  Königscartouchen,  auch  wenn  wir  alle  hätten,
suchen  würden.  Mit  Vorliebe  hat  sich  die  halbhistofische
Ueberlieferung  derartiger  Namen  bedient  und  wir  finden,  dass
auch  die  von  Josephus  mitgetheilten  Fragmente  einer  Königsliste ­
  ähnliche  Namen  darbieten.  Wir  erinnern  nur  an  den
Namen  Agevci?  für  die  Königin  Haschop,  an  und  Miu-(ppay|j.oü0ü)(ji?
  für  Thutmes  III., 5  an  die  Namen  Moiris,  Neilos,

i  Z.  9.

2  Timaios,  Timios.
3  Brugscli,  Sammlung  demotisch-griechischer  Eigennamen.
‘  S.  385.
5  Nach  wie  vor  sind  wir  der  Ansicht,  dass  der  fünfte  und  sechste  König
der  XVIII.  Dynastie  der  Tomoi  nur  einem  Könige,  eben  Thutmes  III.
entsprechen.  Vgl.  Manethonisches  Geschichtswerk,  S.  37  [157],  Dass  Mesphres
  ein  volksthümlieher  Name  Thutmes  III.  war,  zeigt  die  Stelle  bei
Plinius  XXXVI,  15  mit  den  Bemerkungen  von  Unger,  Manetho,  S.  182.
            
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