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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  II.

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zur  Anfertigung  von  Statuen  verwendete  Steinart  bezeichnet.
Sollte  diese  Grleichsetzung  die  Zustimmung  der  Facligenossen
finden,  so  hätten  wir  das  älteste  Beispiel  einer  Hebung  gewonnen,
welche  in  der  Ptolemäerzeit,  wie  bereits  oben  1  dargethan  wurde,
so  häufig  sich  nachweisen  lässt.  Wir  könnten  daraus  ferner
mit  grosser  Wahrscheinlichkeit  folgern,  dass  Ahmes  aus  einer
semitischen  Familie  stammte,  gleich  den  am  Amonstempel  in
Theben  beschäftigten  Nachkommen  eines  gewissen  Pethbäl,

□

von  denen  ein  Denkstein  aus  der  Zeit  Amenothes  I.

meldet.' 2  Ueber  die  Namen  der  anderen  Hykschoskönige  bei
Manetho  haben  wir  nichts  beizubringen.
Wir  können  die  Ausführungen  über  die  Namen  der  Könige
der  ujcoc,  der  Iloipivei;  nicht  abschliessen,  ohne  des  Namens  des
,TOijxeyo;  <I>cX!iios‘  zu  gedenken,  der  nach  Herodot  (II,  128)  zur
Zeit  des  Cheops  und  Chephren  bei  den  Pyramiden  Vieh  weidete.
Neben  dh/l-cco?  giebt  es  eine  andere  Lesart,  nämlich  «biXificovo?. 3
Schon  längst  hat  man  in  dem  herodoteischen  Berichte  eine
dunkle  Erinnerung  an  die  Plykschosherrschaft  erkannt.  Der
Name  entspricht  einem  hieroglyphischen  Phiß(L)ethen

  und  ist  ähnlich  wie  die  Namen  Phi-Chal 4
AAA/W\  q  VIfÜ  Q
und  Tha-Cheta  oder  wie  DHP£,  Plii-Nelias,  der  Neger
gebildet.  Bemerkenswerth  ist  auch  hier  die  dem  memphitischen
Dialekte  eigenthümlichc  Vorliebe  für  l  statt  r. 5  Für  den  Vertreter ­
  der  Hykschos  in  der  Volkssage 0  war  der  Name  ,Der

1  S.  338.
2  Brugsch,  Geschichte  Aegyptens,  S.  239.
3  Herodot,  ed.  Stein,  II,  128.
1  So  hiess  ein  Sohn  Psametiks.  Darin  kann  ich  Stern,  Aeg.  Z.  1883,  S.  15
nicht  beistimmen,  der  diesen  Namen  für  Libysch  hält.  Der  Name  der
Gemahlin  des  Amasis  h  o  D  zeigt,  dass  damals  in  Aegypten  Namen
(J  ^  rv'V-O
dieser  Bildung  üblich  waren.  Psametiks  Aufmerksamkeit  war,  wie  die
Erzählung  von  der  neunundzwanzigjährigen  Belagerung  der  Stadt  Azotos
bei  Herodot  (II,  S.  157)  zeigt,  im  höchsten  Maasse  auf  Syrien  gerichtet.
5  Stern,  §.  13.  In  den  Tomoi  ist  sie  auch  nachzuweisen:  II,  4  Tlas  (Aa,c
lingua),  XII,  4  Lachares,  XXI,  4  Nefelcheres  (Afr.  neben  Neferclieres),
XXII,  6  Thakeloth.
6  Büdinger,  Zur  ägyptischen  Forschung  Herodots,  20  [580]  f.
            
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