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Krall.
fiihrung grossei- Eroberungszüge ganz und gar ungeeignet erscheinen
musste. Ist dies richtig, so folgt daraus, dass trotzdem
das manethonische Fragment in I, 15 und die Liste A sich
gegenseitig recht nahe stehen, sie zuerst ein gesondertes Dasein
führten, his sie, freilich in ganz ungeschickter Weise —
oh von Josephus oder einem Vorgänger will ich nicht entscheiden
— aneinander gereiht wurden. War nun einmal
dieser Fehler begangen, war der König, der den untreuen
Bruder aus Aegypten vertrieben hatte — in ihnen fanden die
Griechen die feindlichen Brüder ihrer Sage, Aigyptos und
Danaos, wieder — dem achtzehnten Könige der Liste A gleichgesetzt,
so folgte als weiterer Fehler der Anschluss der Liste B
an die Liste A von selbst. Wir haben keinen Grund, Josephus
diesen auf ihn gewiss zurückgehenden Irrthum vorzuwerfen.
Denn man bedenke nur, dass die Kenntnisse ägyptischer Geschichte,
über die er verfügen konnte, sehr ephemerer Natur
waren, dass ihm wohl kein reicheres Material vorlag, als dasjenige
ist, das er uns giebt. Man erinnere sich an die Erklärungsversuche
der Neueren, denen ganz andere Mittel und
Methoden zur Verfügung standen.
Nun können wir weiter eine Reihe von Aeusserungen
würdigen, welche die Verlegenheit, in welche Josephus durch
den falschen Anschluss der beiden Listen gerieth, in ganz
ergötzlicher Weise illustrieren. Er suchte sich aus derselben
durch Ausfälle gegen Manetho zu helfen, dem er Nachlässigkeit
und Unzuverlässlichkeit vorwarf — es ist dies ein alter kritischer
Behelf. Die manethonischen Angaben über den Auszug
der Juden 1 leitet nämlich Josephus mit der merkwürdigen Erklärung
ein, dass der König Amenophis, unter dem nach
Manetho die Exodus stattgefunden haben sollte, ein tkuos? ovoga
sei, dass Manetho ota touto -/pövov aüxou xvjt; ßccoiAsia? öpi'aai gv;
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und bald darauf sagt er, Manetho habe ’Agsvwtpiv sgßo-Xtgov
ßaciXea. Sonderbar, und doch weiss Josephus, dass bis auf
diesen König Amenophis seit dem Auszuge genau 518 Jahre verflossen
waren, er nennt dessen Vater und Sohn. DieTomoi führen
diesen König an und vermerken seine Regierungszeit und
1 Contra Apionem 1, 26.