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Krall.
Die Thatsaohe aus der assyrischen und die aus der ägyptischen
Geschichte stützen sich gegenseitig. Die Bedenken, welche, gegen die
Angaben der Thutmesinschrift Brugsch, gegen die von D. H. Müller
angenommene Gleichsetzung der Sabai mit den ,fernen 1 Sabäern Delitzsch
(Wo lag das Paradies, S. 303) und Kiepert (Lehrbuch der alten
Geographie, S. 187) vorgebracht haben, entfallen und wir gewinnen
die sichere Gleichung Toneter, das Gottesland, gleich südwestliches
Arabien, wobei wir es natürlich dahingestellt sein lassen, ob die Sabäer
schon zu Thutmes III. Zeit in ihre späteren Sitze eingerückt waren.
Die Schwierigkeit, welche sich herausstellt, wenn wir die
Angabe der Inschrift von Edfu Zusammenhalten mit der angeführten
Stelle des Porphyrios, 1 glauben wir durch folgende
Erwägung heben zu können. An einen einfachen Fehler der
Priester — darin dürfte man wohl einig sein — lässt sich nicht
denken. Dagegen ist es bekannt, dass die ägyptischen Priester
Begebenheiten, von denen die Mythen ihrer Götter erzählten,
gerne auf ihre Könige übertrugen, die Darstellung der Lebensgeschichte
manches Pharaonen nach den Schicksalen der Götter
zustutzten. Historie und Mythe sind in den ägyptischen Texten
oft in ganz unentwirrbarer Weise miteinander verquickt. Nun
erinnere man sich, dass Rä nach dem Mythos aus dem Lande
Punt kam (j (| ^ um im Lande der
Mat’au in Libyen sich zur Ruhe zu legen. Wie Rä aus Punt,
so war der nunmehr regierende König Ptolemaios Soter II. aus
Kypros gekommen. So konnten die Priester dazu kommen,
Punt Kypros gleichzusetzen, so war es für sie möglich, von
einer Flucht nach Punt zu sprechen, während sie eine solche
nach Kypros im Auge hatten.
Als Anhang gebe ich die Transscription der demotischen
Zeile der in die erste Ptolemäerzeit fallenden Stele von
Miramare, welche von Reinisch in den Denkmälern von Miramare,
letzte Tafel, mitgetheilt, von Lauth 2 und von Berg-1
Auf diese Schwierigkeit hat inzwischen auch Maspero, Aeg. Z. 1883,
S. 67, wie wir von der Stelle in dem Aufsatze von Brugsch ausgehend,
aufmerksam gemacht.
2 Lauth übersetzt in der oben S. 340 A. 1 angeführten Abhandlung S. 105,
109 die demotische Zeile also: ,Tsenpaoneh, die Frau des Basilikogram-