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Krall.
sagt: ,Die Lage von Punt würde ohne Discussion in der unwiderleglichsten
Art geographisch bestimmt sein, wenn wir zu
folgender Stelle eines altägyptischen Textes einen classischen
Commentar auffinden könnten*, und giebt hierauf aus der von
Dümichen 1 publicierten Inschrift von Edfu den auf Ptolemaios
Alexander sich beziehenden Satz: ,Er floh nach dem Lande
Punt und sein älterer Bruder übernahm Aegypten. Er trat
zum zweiten Male als König auf/ Wir wissen, dass von den
Söhnen des Ptolemaios Euergetes II. der ältere, Ptolemaios
Soter, nach kurzer Regierung durch seine Mutter Kleopatra
genöthigt wurde, Aegypten zu verlassen und nach Ivypros zu
flüchten. An seiner Stelle übernahm der jüngere Bruder Ptolemaios
Alexander die Herrschaft. Nach einer längeren Regierung
brach gegen den letzteren ein Militäraufstand aus, der
ihn zwang aus Aegypten zu fliehen. Er gelangte, nach Porphyrios’
Angabe, zuerst glücklich nach Myra in Lykien und
erst nachher, als er nach Kypros flüchtete, wurde er von dem
ägyptischen Admiral Chaereas in einem Seetreffen getödtet.
Soter II. hatte inzwischen den Thron wieder in Besitz genommen.
Man sieht, für eine Flucht nach Arabien oder an
die Somaliküste, wo wir auf jeden Fall Punt suchen müssen,
ist im Berichte des Porphyrios absolut kein Platz. Denn geradezu
ungeheuerlich wäre der Versuch, Punt in Lykien oder
Kypros zu suchen.
Zu den Erwägungen, welche dazu führen, Punt an die Somaliküste
zu setzen, füge ich noch hinzu, dass nach Strabo’s Angabe im
Weihrauchlande, welches jenseits von Dire lag, ein Flussthal, welches
nach der Isis und ein anderes, welches nach dem Nile benannt war,
sich fanden (774, 7ioT<x|JÜa tis ”Icn8o? XEfopivr] xai aXXr) NeiXos). Dies
deutet auf alte Beziehungen dieser Küste zu Aegypten. Das mit Punt
so oft zusammen genannte Land To-neter ,das Gottesland' haben wir
an der gegenüberliegenden Küste Arabiens, in dem Lande der Sabäer
uralter Cultur zu suchen. Diese Gleichsetzung des Gotteslandes mit
dem Lande der Sabäer wird durch eine Inschrift, welche geeignet
schien sie zu erschüttern, vielmehr in erwünschtester Weise bestätigt.
In zwei Gemächern des Amontempels in Theben hat Tliutmes Kleine
Reihe fremder Pflanzen und Thiere darstellen lassen, die er auf
seinen weiten Heereszügen kennen gelernt hatte. Die daneben befindliche
Hauptinschrift lautete mit einer für unsere Zwecke übrigens unwesentlichen
Ergänzung von Brugseh also: ,Da ist allerlei Gewächs und
Aeg. Z. 1870, Tafel II. S. 43.