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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  II.  379
,Jahre  V,  Mechir,  Tag  5  des  Königs  Ptolemaios  ....  (und
der)  Königin  ....  der  Götter  Philopatoren  und  Philadelphen“
(Z.  21,  22),  ferner,  dass  er  gehören  war  im  ,Jahre  L,’  Athyr,
Tag  11  des  Königs  ....  der  Götter  Euergeten'  (Z.  20,  21),
endlich,  dass  seine  Lebensdauer  auf  Erden  ,44  Jahre,  2  Monate,
.  ..  Tage'  (Z.  23)  betrug.  Einige  jetzt  fast  ganz  unleserliche  Bemerkungen ­
  über  die  Einbalsamierung  und  das  Begräbniss  (nmc),
unter  denen  ich  die  Phrase  ,au-  hop  anem', 2  ,man  verbarg  das
Fell  unterscheide,  füllten  einst  die  letzten  Zeilen
(22—26)  unserer  Stele.
Die  Rechnung  stimmt  vorzüglich  mit  den  Ansätzen  des
Kanon  und  des  Porphyrios.  Petubastis  lebte
unter  Euergetes  II.  vom  50.  Jahre  9  Monate,  20  Tage,
Jahr  51,  52,  53  3  Jahre,
unter  Soter  II.  und  Alexander  I.  36  Jahre,
unter  Neos  Dionysos  4  Jahre,  5  Monate,  4  Tage,
44  Jahre,  2  Monate,  24  Tage.
So  ist  der  Kanon  auch  aus  dieser  Prüfung  als  Sieger
hervorgegangen  und  es  ist  der  Beweis  erbracht,  dass  Euergetes
sein  53.  Jahr  ganz,  das  54.  dagegen  nur  zum  grösseren  Theile
gezählt  hat  —  zwischen  dem  11.  Payni 3  und  1.  Thoth  des
Jahres  117  v.  u.  Aera  muss  er  gestorben  sein.  Die  Regierungen
des  Neos  Dionysos,  der  Kleopatra  und  des  Augustus  sind  durch
die  Stelen,  welche  Birch 1  und  neulich  Revillout 5  behandelt
haben,  fest  verbunden.  Durch  die  Petubastisstele  ist  das  letzte
Glied  in  die  Kette  eingefügt  und  der  Kanon  in  allen  Details
durch  monumentale  Angaben  erhärtet.
Eine  Frage  aus  der  Regierung  des  Ptolemaios  Alexander  I.
hat  uns  noch  zum  Schlüsse  zu  beschäftigen.  Sie  wurde  durch
Brugsch  in  seiner  an  bedeutenden  Ergebnissen  so  reichen  Abhandlung ­
  ,Die  altägyptische  Völkertafel' 1 ’  aufgeworfen.  Brugsch
1  Die  Stele  bietet  hier  eine  graphisch  interessante  Variante  der  Ziffer  ,50‘.
2  Die  Zeichen  (I  sind  wie  in  dem  demotischen  Amasiscontracte,  oben
1  AA/WAA
S.  344,  geschrieben.
3  Wegen  der  Angabe  der  Bauurkuude  von  Edfu  s.  oben  S.  371.
4  Archaeologia  1863.
5  In  dem  oben  S.  378  A.  2  angeführten  Aufsatze.
6  S.  66,  Anm.  1.

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