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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Krall.

muthen,  dass  uns  hier  Nr.  III  des  Petubastisregisters  vorliegt.
Andere  Mitglieder  dieser  vielverzweigten  Familie  erscheinen
auf  den  Stelen  des  britischen  Museums. 1  Die  letzten  Ausläufer
derselben,  die  Nachkommen  des  Petubastis  hat  Revillout  vor
Kurzem  zu  behandeln  begonnen. 2  Wenn  einmal  alle  auf  diese
Familie  sich  beziehenden  Denkmäler  gesichtet  vorliegen  werden,
wird  es  möglich  sein,  wenigstens  für  die  Ptolemäerzeit  einen  genauen ­
  Einblick  in  die  innere  Organisation  der  Priesterthümer
zu  gewinnen.
Die  letzten  Zeilen  der  Petubastisstele  (Z.  20—26),  welche
die  genauen  Angaben  über  die  Geburt,  den  Tod  und  die  Lebensdauer ­
  ihres  Besitzers  enthalten,  sind  neben  der  Datierung  für
unsere  Zwecke  am  belehrendsten.  Die  Datierung  ist,  wie  Champollion
  bemerkte,  sehr  verwischt;  man  kann  jedoch  noch  ganz
deutlich  lesen:  ,Jahr  V  des  Königs  [Ptole]mai[os]‘  und  bemerkt
nach  einer  Lücke  die  Gruppe  ,Trupain‘  mit  dem  Determinativ,
welches  im  Demotischen  fremden  Eigennamen  —  so  auf  unserer
Stele  den  Namen  Arsinoe,  Alexander,  Berenike  —  nachgesetzt
wurde.  Dieser  Name,  dem  Beinamen  der  Gemahlin,  des  Ptolemaios
  Neos  Dionysos  TptWiva  entsprechend,  weist  unserer  Stele
sofort  ihren  Platz  in  der  historischen  Zeitfolge  an.  Sie  stammt
aus  dem  fünften  Jahre  des  Königs  Neos  Dionysos  her.  Die
demotischen  Protocolle  aus  dieser  Zeit  bezeugen  uns, 3  dass
mindestens  seit  dem  Tybi  des  dritten  Jahres 4  des  Ptolemaios
Neos  Dionysos  (78  v.  d.  ehr.  Aera)  datiert  wurde:  ,Jahr  III,
Tybi  des  Königs  Ptolemaios  und  der  Königin  Kleopatra,  genannt ­
  Tryphaina,  der  Götter  Philopatoren  (und)  Philadelphen.'
Die  anderen  Angaben  stimmen  damit  vorzüglich.  Wir
erfahren,  dass  Petubastis  eingieng  in  seine  Behausung 5  im
1  Siehe  oben  S.  377  A.  3.  Vielleicht  gehört  auch  die  Stele  Nr.  59  unserer
ägyptischen  Sammlung  hieher.
2  ,Un  prophete  d’Auguste  et  sa  famille 1 ,  Revue  dgypt.  II,  S.  98  f.  Vgl.
auch  unseren  oben  S.  351,  A.  3  angeführten  Aufsatz.
3  Wie  bereits  Lepsius  (a.  a.  0.  S.  476)  gegen  .Letronne  dargethan  hat.
4  Leyden  Nr.  374.  Revillout  liest  übrigens  (Revue  egypt.  II,  91)  12.  Pachons
statt  12.  Tybi,  wie  Lepsius.  Vgl.  auch  die  Urkunde  vom  29.  Phamenoth
(20.  Mechir?)  des  Jahres  VIII  bei  Young,  Rudiments  of  an  Egyptian
Dictionary  in  the  ancient  Enchorial  Character,  S.  34,  Lepsius.  a.  a.  O.
S.  476,  und  Revillout,  Revue  £gypt,  II,  S.  91.
5  Euphemismus  für  ,er  starb 1 .
            
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