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Krall.
muthen, dass uns hier Nr. III des Petubastisregisters vorliegt.
Andere Mitglieder dieser vielverzweigten Familie erscheinen
auf den Stelen des britischen Museums. 1 Die letzten Ausläufer
derselben, die Nachkommen des Petubastis hat Revillout vor
Kurzem zu behandeln begonnen. 2 Wenn einmal alle auf diese
Familie sich beziehenden Denkmäler gesichtet vorliegen werden,
wird es möglich sein, wenigstens für die Ptolemäerzeit einen genauen
Einblick in die innere Organisation der Priesterthümer
zu gewinnen.
Die letzten Zeilen der Petubastisstele (Z. 20—26), welche
die genauen Angaben über die Geburt, den Tod und die Lebensdauer
ihres Besitzers enthalten, sind neben der Datierung für
unsere Zwecke am belehrendsten. Die Datierung ist, wie Champollion
bemerkte, sehr verwischt; man kann jedoch noch ganz
deutlich lesen: ,Jahr V des Königs [Ptole]mai[os]‘ und bemerkt
nach einer Lücke die Gruppe ,Trupain‘ mit dem Determinativ,
welches im Demotischen fremden Eigennamen — so auf unserer
Stele den Namen Arsinoe, Alexander, Berenike — nachgesetzt
wurde. Dieser Name, dem Beinamen der Gemahlin, des Ptolemaios
Neos Dionysos TptWiva entsprechend, weist unserer Stele
sofort ihren Platz in der historischen Zeitfolge an. Sie stammt
aus dem fünften Jahre des Königs Neos Dionysos her. Die
demotischen Protocolle aus dieser Zeit bezeugen uns, 3 dass
mindestens seit dem Tybi des dritten Jahres 4 des Ptolemaios
Neos Dionysos (78 v. d. ehr. Aera) datiert wurde: ,Jahr III,
Tybi des Königs Ptolemaios und der Königin Kleopatra, genannt
Tryphaina, der Götter Philopatoren (und) Philadelphen.'
Die anderen Angaben stimmen damit vorzüglich. Wir
erfahren, dass Petubastis eingieng in seine Behausung 5 im
1 Siehe oben S. 377 A. 3. Vielleicht gehört auch die Stele Nr. 59 unserer
ägyptischen Sammlung hieher.
2 ,Un prophete d’Auguste et sa famille 1 , Revue dgypt. II, S. 98 f. Vgl.
auch unseren oben S. 351, A. 3 angeführten Aufsatz.
3 Wie bereits Lepsius (a. a. 0. S. 476) gegen .Letronne dargethan hat.
4 Leyden Nr. 374. Revillout liest übrigens (Revue egypt. II, 91) 12. Pachons
statt 12. Tybi, wie Lepsius. Vgl. auch die Urkunde vom 29. Phamenoth
(20. Mechir?) des Jahres VIII bei Young, Rudiments of an Egyptian
Dictionary in the ancient Enchorial Character, S. 34, Lepsius. a. a. O.
S. 476, und Revillout, Revue £gypt, II, S. 91.
5 Euphemismus für ,er starb 1 .