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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Studien  zur  Geschickte  des  alten  Aegypten.  II.

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Aus  der  Uebereinstimmung  der  Titel,  auf  welche  wir
sowohl  in  den  Anmerkungen  als  auch  im  Texte  hinzuweisen
Gelegenheit  hatten,  ergiebt  sich,  dass  des  Petubastis  Ahn
Anemho,  der  etwa  in  die  Zeit  des  Ptolemaios  Soter  gehörte,
mit  dem  aus  mehreren  Stelen 1  in  hieroglyphischer  Schrift
wohlbekannten  ,grossen  SotenP  ^^  ^  Anemho  identisch  ist.
Anemho  war,  wie  seine  Stele  in  unserer  ägyptischen  Sammlung
meldet,  am  3.  Phamenoth  des  Jahres  XVI  des  Ptolemaios  Soter,
also  am  5.  Mai  289  v.  d.  ehr.  Aera  geboren.  Diese  Angabe  stimmt
vorzüglich  mit  dem  aus  der  Petubastisstele  gewonnenen  ungefähren ­
  Ansätze.  Von  den  Söhnen  Anemho’s  sind  wieder  durch
Stelen  unserer  Sammlung  zwei  bekannt,  Teos 2  (geboren  am
22.  September  267  v.  d.  ehr.  Aera)  und  Harmachis, 3  dessen  Geburtsjahr ­
  nicht  angegeben  wird.  Der  Umstand,  dass  er  sich  als
Priester  des  Phtah  der  ganzen  fünften  Phyle  bezeichnet,  veranlasst ­
  uns,  zusammengehalten  mit  den  bei  der  Einrichtung
der  fünften  Phyle  erflossenen  Bestimmungen  des  Decretes  von
Kanopos,  Harmachis  für  einen  jüngeren  Bruder  des  Teos  zu
halten.  Anemho,  der  das  hohe  Alter  von  72  Jahren  erreichte,
hat  seinen  Sohn  Teos  und  vielleicht  auch  Harmachis  überlebt. ­
  Einen  anderen  Anemho,  dessen  Titel  die  Zugehörigkeit ­
  zu  der  uns  hier  beschäftigenden  Familie  annehmen  lassen,
lernen  wir  aus  einem  Sargbrete  unserer  ägyptischen  Sammlung
kennen.  Seine  Mumie  ist  ebenfalls  erhalten, 4  Er  nennt  sich

-SJ-S'O'ps,
und  der

^  x  jj,  Anemho,  Sohn  des  Imouthes,  des  Seligen,
Jj  jl  j)  J,  Ta-/ebes,  der  Seligen.  Man  darf  ver-1

  Eine  Tnriner  Stele  scheint  mit  der  Wiener  identisch  zu  sein.
2  Zimmer  IV,  98.  Vgl.  oben  S.  352.
3  Zimmer  IV,  52.  Vgl.  oben  S.  373  A.l.  Frau  und  Kind  unseres  Harmachis
lernen  wir  aus  einem  von  Sharpe,  Egyptian  Inscriptions  from  the  British
Museum  mitgetheilten  Texte  (T.  3,  vgl.  T.  27)  kennen.  Besonders  bemerkenswerth
  ist  die  Wiener  Stele  dadurch,  dass  neben  jeder  der  zwölf
Zeilen  prachtvoller  hieroglyphischer  Schrift  mit  Tinte  in  demotischer
Schrift  ein  Name  geschrieben  ist,  z.  B.  Harmachis.  Neben  je  zwei  oder
drei  Zeilen  kommt  gewöhnlich  ein  und  derselbe  Name  vor.  Ich  denke,
dass  dies  die  Namen  der  Steinmetzen  waren.  Nach  Vollendung  der  Arbeit ­
  vergass  man  die  Schrift  zu  entfernen.
4  Zimmer  III,  Stelle  XVI  Nr,  15,  v.  Bergmann,  Uebersieht,  S.  29,  Z.  3
            
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