Studien zur Geschickte des alten Aegypten. II.
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Aus der Uebereinstimmung der Titel, auf welche wir
sowohl in den Anmerkungen als auch im Texte hinzuweisen
Gelegenheit hatten, ergiebt sich, dass des Petubastis Ahn
Anemho, der etwa in die Zeit des Ptolemaios Soter gehörte,
mit dem aus mehreren Stelen 1 in hieroglyphischer Schrift
wohlbekannten ,grossen SotenP ^^ ^ Anemho identisch ist.
Anemho war, wie seine Stele in unserer ägyptischen Sammlung
meldet, am 3. Phamenoth des Jahres XVI des Ptolemaios Soter,
also am 5. Mai 289 v. d. ehr. Aera geboren. Diese Angabe stimmt
vorzüglich mit dem aus der Petubastisstele gewonnenen ungefähren
Ansätze. Von den Söhnen Anemho’s sind wieder durch
Stelen unserer Sammlung zwei bekannt, Teos 2 (geboren am
22. September 267 v. d. ehr. Aera) und Harmachis, 3 dessen Geburtsjahr
nicht angegeben wird. Der Umstand, dass er sich als
Priester des Phtah der ganzen fünften Phyle bezeichnet, veranlasst
uns, zusammengehalten mit den bei der Einrichtung
der fünften Phyle erflossenen Bestimmungen des Decretes von
Kanopos, Harmachis für einen jüngeren Bruder des Teos zu
halten. Anemho, der das hohe Alter von 72 Jahren erreichte,
hat seinen Sohn Teos und vielleicht auch Harmachis überlebt.
Einen anderen Anemho, dessen Titel die Zugehörigkeit
zu der uns hier beschäftigenden Familie annehmen lassen,
lernen wir aus einem Sargbrete unserer ägyptischen Sammlung
kennen. Seine Mumie ist ebenfalls erhalten, 4 Er nennt sich
-SJ-S'O'ps,
und der
^ x jj, Anemho, Sohn des Imouthes, des Seligen,
Jj jl j) J, Ta-/ebes, der Seligen. Man darf ver-1
Eine Tnriner Stele scheint mit der Wiener identisch zu sein.
2 Zimmer IV, 98. Vgl. oben S. 352.
3 Zimmer IV, 52. Vgl. oben S. 373 A.l. Frau und Kind unseres Harmachis
lernen wir aus einem von Sharpe, Egyptian Inscriptions from the British
Museum mitgetheilten Texte (T. 3, vgl. T. 27) kennen. Besonders bemerkenswerth
ist die Wiener Stele dadurch, dass neben jeder der zwölf
Zeilen prachtvoller hieroglyphischer Schrift mit Tinte in demotischer
Schrift ein Name geschrieben ist, z. B. Harmachis. Neben je zwei oder
drei Zeilen kommt gewöhnlich ein und derselbe Name vor. Ich denke,
dass dies die Namen der Steinmetzen waren. Nach Vollendung der Arbeit
vergass man die Schrift zu entfernen.
4 Zimmer III, Stelle XVI Nr, 15, v. Bergmann, Uebersieht, S. 29, Z. 3