Studien zur Geschichte des alten Aegypten. II.
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am 11. Payni, man den Grund legte zu der Umfassungsmauer
und dem Pylonenvorhof und dass sein ältester Sohn ihm auf
dem Throne folgte, als man an ihnen baute. Definitiv wird
die Frage durch eine Stele unserer ägyptischen Sammlung erledigt.
Diese demotische Stele ist für uns auch darum interessant,
weil aus dem einzigen, auf dem hiesigen Münz- und Antikenkabinete
aufbewahrten Briefe Champollion’s an den damaligen
Director Herrn v. Steinbüchel, dessen gütige Mittheilung ich
Herrn Dr. v. Bergmann verdanke, hervorgeht, dass der Begründer
unserer Wissenschaft sich auf Grund eingesandter
,calques‘ mit ihr und ausserdem noch mit einer anderen Ptolemäerstele
1 unserer Sammlung beschäftigt hat. Bedenkt man das
Datum des Briefes — 28. Februar 1825, aus Turin — so wird
man es begreiflich finden, dass das von Champollion gegebene
Resume 2 unserer Stele nur höchst unvollkommen sein konnte.
Die Stele ist nach verschiedenen Seiten merkwürdig.
Der lange Stammbaum, der die mittleren Zeilen füllt, setzt uns
in den Stand, die Verbindung zweier Tkeile einer Familie
memphitischer Priester herzustellen, welche wir nun durch volle
drei Jahrhunderte verfolgen können.
Leider ist der grössere Theil der 26 Zeilen, welche die
mit schwarzer Tinte geschriebene Stele enthielt, arg verwischt.
1 Saal IV, Nr. 52. Den Namen des memphitischen Priesters, für den die
Stele bestimmt war, V\ Vp, Harmachis, las Champollion damals
Aremsaou. - ai —
2 Ich gebe die unsere Stele (Saal IV, Nr. 1) betreffenden Stellen des in
grosser Eile niedergeschriebenen Briefes: (L’autre Stele est egalement
funeraire d’apres la courte etude que j’en ai pu faire, j’y trouve en
hieroglyph.es le nom du defunt qui s’appelait Petouasti ou ä la grecque
Pet-bu-bastis et je distingue tres clairement dans le texte dÄmotique 1°
une date de l’an XIV le 18 du Mechir du Roi Ptolemie et de la Reine
Cleopatre Rieux Everghtes, 2° plus bas une date relative de Van
V‘ d'Athyr le 19 du Roi Ptolemie et de la Reine Cliopatre Rieux Philopators,
3° enfin ä PantepÄnultieme ligne une troisieme date ainsi
conque: dans l’annee V e le 20 de Choiak. II est probable que c’etait ici
une reproduction de la date initiale de la Stele, tellement indecise ou
effacee sur l’original qu’il m’a dte impossible de fixer auquel des Rois
Lagides se rapporte ce monument. Aussitot que le temps me permettra
de m’occuper plus ä fond de cette curieuse inscription demotique j’espere
en tirer un meilleur parti que ne l’a permis l’examen rapide dont je
suis force de me contenter pour le moment 1 .