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Krall.
und Hermias genöthigt wurden, vor einer in Oberägypten
ausbrecbenden Empörung gegen das griechische Regiment zu
weichen. In einem solchen Falle müsste man erstens einen
anderen Ausdruck statt jp.e0?jX8ai‘ erwarten, ferner eine andere
Wendung statt .iJ.sO’Aspiov cTpatuoTÜv 4 , denn der nationale Hass
musste alle Griechen und nicht blos die etspoi a-cpatcm-t« treffen.
Endlich bliebe es unverständlich, warum Hermias sich in die
a'vco tctoi und nicht nach Norden gezogen haben sollte. Man sieht,
die Gefahr kommt nicht aus Oberägypten, sie kommt aus dem
Süden, nicht aus Theben weicht des Hermias Vater vor den
aufständischen Oberägyptern, sondern er zieht von Theben mit
anderen Soldaten, also mit einem Theile der in und um Theben
lagernden Truppen nach dem Süden aus. Es handelt sich
nicht um eine Empörung in Theben, die ohne anderen Rückhalt
so lange nicht hätte anhalten können, sondern um ein
Vordringen der äthiopischen Macht, welche einige Decennien
vorher unter Ergamenes, dem Zeitgenossen des Ptolemaios
Philadelphos, innerlich erstarkt und zu einem Vorstosse nach
dem Norden, ähnlich demjenigen, den vor etwa fünf Jahrhunderten
Pianchi unternommen hatte, befähigt war. Dass der
Versuch, die Aethiopen zurückzudrängen, an dem sich auch
Hermias’ Vater betheiligte, misslang, dass die Aethiopen in
Theben sich festsetzen konnten, lehren die dort ausgefertigten
Contracte mit den äthiopischen Königsnamen. Dass das Vordringen
der stammverwandten Aethiopen durch die Abneigung
der einheimischen Bevölkerung gegen die Fremdherrschaft,
wenn nicht hervorgerufen, so doch mächtig gefördert wurde,
liegt auf der Hand.
Erst gegen Ende seiner Regierung, nach Bewältigung der
Aufstände in Unterägypten gelang es Epiphanes, die Aethiopen
in ihre alten Grenzen zurückzuweisen, 1 Oberägypten wieder zu
nous apprend qu’il s’est pass6 dans le pays au-dessus de Diospolis, par
consequent tout präs de la frontiere de l’Egypte“. Die daran geknüpften
Vermuthungen sind dagegen, was bei dem geringen Material, welches
Letronne vorlag, erklärlich genug ist, nicht richtig.
1 Den schwankenden Besitzstand an der äthiopisch-ägyptischen Grenze
bezeugt der Umstand, dass an den Wänden von Tempeln, welche von
den Ptolemäern zu hauen begonnen wurden, wir die Cartouchen äthiopischer
Könige lesen und umgekehrt. Der Tempel von Pselkis, welcher