Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  II.

359

Z.  1.  Bei  der  Zalil  kann  man  zweifeln.  Die  Zwanzig;  ist  sicher,  das  Zeichen,
welches  sich  unter  derselben  findet,  kann  als  a  gedeutet  werden.  Die
Zahl  20  wird  ganz  wie  an  unserer  Stelle  geschrieben:  Louvre,  Papyrus
Nr.  2441  (Chrest.,  S.  288),  Pap.  Nr.  2425  (Chrest.,  S.  278,  287).
Dagegen  haben  die  Papyrus  von  Bulaq  (Chrest.  S.  401),  =  6.  Es
ist  zudem  möglich,  dass  der  Strich  über  dem  von  dem  modernen  Zeichner ­
  übersehen  wurde  —  denn  die  regelrechte  Schreibung  ist  ^.  Man
wird  sonach  aus  paläographisclien  Gründen  die  Frage,  ob  man  XX
oder  XXVI  zu  lesen  habe,  offen  lassen  müssen,  aus  sachlichen  Gründen
ist  dagegen  nur  die  letztere  Lesung  zulässig.

Ich  halte  die  Gruppe,  welche  ich

wiedergebe,  für

einen  Beinamen  desPtolemaiosSoter,  der  dem  späteren,,  welcher  vertreibt
das  Böse 1  (siehe  oben  S.  355)  gleichzustellen  wäre.  Das  Zeichen,  welches
o  lll
Lautli  \  liest,  ist  vielmehr  das  Zahlzeichen  l  I  l.
11  lll
Z.  2.  Der  Name  muss  Psiamon  (Sohn  des  Amon)  gelesen  werden.  Die  Schreibung ­
  für  Amon  ist  ganz  wie  in  der  demotischen  Beischrift  des  Miramartextes
  der  Tathoth  (siehe  unten  S.  383).  Den  Namen  des  Vaters
lese  ich  Annu.  Die  Zeichen,  welche  die  Mitte  der  Zeile  füllten,  sind
in  den  Facsimiles  zu  undeutlich,  ich  wage  es  daher  nicht  sie  zu  transscribieren.
  Ueber  den  annähernden  Sinn  derselben  kann,  nachdem  das
Folgende  gelesen  ist,  kein  Zweifel  sein.  Es  muss  heissen:  ,(Psiamon)  hat
herstellen  lassen“  u.  s.  w.
Z.  3.  Die  Gruppen  am  Ende  der  zweiten,  Anfang  der  dritten  Zeile  zeigen
einen  bemerkenswerthen  Parallelismus,  der  ihre  wahre  Bedeutung  uns

erscliliesst.

Der

nmn  Statue  wird  die  □

(Kanopos,

.  ^  I  ww  n
Z.  62  rat;  etxoa:  t?[;  (J.v]Tpbs  aurijs,  hierogl.  Z.  31  □  A4  i  "jX  °  j  ?
f  die  demotische  Gruppe  —  Chrest.  S.  169  —,  ist  identisch  mit  derjenigen,
welche  unsere  Inschrift  giebt)  entgegenges.tellt.  Ueber  □  ^  vgl.
Brugsch,  WB.  S.  856  und  Suppl.  S.  725.  Man  wird  annehmen  dürfen,  dass
□  ^fj  die  technische  Bezeichnung  der  Statuen  der  Göttinnen-Königinnen
  war.  Dass  man  aus  dieser  Gruppe  r-p-t  den  Namen  Errhidaios
herausgelesen  hat,  ist  freilich  ein  starkes  Stück.  Nun  folgt  in  weiterem
Parallelismus  zur  Gruppe  ,König“  —  es  ist  Philadelphos  gemeint

—  der  Name  der  Königin,  den  man  mit  den  ersten  Erklärern  der  Inschrift ­
  Arsinoc  zu  lesen  hat  —  es  ist  Arsinoe  Philadelphe.  Bei  Lepsius
fehlt  das  welches  übersehen  worden  sein  muss.
Z.  4.  Die  folgenden  Gruppen  bedürfen  keiner  weiteren  sachlichen  Erklärung.
Sie  entsprechen  der  Wendung
-apa  0eö  Ilavi  xoci  toI;  ouvvaoi?  OeoTc
welche  in  den  griechischen  Inschriften  aus  Hammamät,  die  Letronne  in
seinem  Recueil,  II,  420  f.  erläutert  hat,  nicht  selten  vorkommt.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.