Studien zur Geschichte des alten Aegypten. II.
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Z. 1. Bei der Zalil kann man zweifeln. Die Zwanzig; ist sicher, das Zeichen,
welches sich unter derselben findet, kann als a gedeutet werden. Die
Zahl 20 wird ganz wie an unserer Stelle geschrieben: Louvre, Papyrus
Nr. 2441 (Chrest., S. 288), Pap. Nr. 2425 (Chrest., S. 278, 287).
Dagegen haben die Papyrus von Bulaq (Chrest. S. 401), = 6. Es
ist zudem möglich, dass der Strich über dem von dem modernen Zeichner
übersehen wurde — denn die regelrechte Schreibung ist ^. Man
wird sonach aus paläographisclien Gründen die Frage, ob man XX
oder XXVI zu lesen habe, offen lassen müssen, aus sachlichen Gründen
ist dagegen nur die letztere Lesung zulässig.
Ich halte die Gruppe, welche ich
wiedergebe, für
einen Beinamen desPtolemaiosSoter, der dem späteren,, welcher vertreibt
das Böse 1 (siehe oben S. 355) gleichzustellen wäre. Das Zeichen, welches
o lll
Lautli \ liest, ist vielmehr das Zahlzeichen l I l.
11 lll
Z. 2. Der Name muss Psiamon (Sohn des Amon) gelesen werden. Die Schreibung
für Amon ist ganz wie in der demotischen Beischrift des Miramartextes
der Tathoth (siehe unten S. 383). Den Namen des Vaters
lese ich Annu. Die Zeichen, welche die Mitte der Zeile füllten, sind
in den Facsimiles zu undeutlich, ich wage es daher nicht sie zu transscribieren.
Ueber den annähernden Sinn derselben kann, nachdem das
Folgende gelesen ist, kein Zweifel sein. Es muss heissen: ,(Psiamon) hat
herstellen lassen“ u. s. w.
Z. 3. Die Gruppen am Ende der zweiten, Anfang der dritten Zeile zeigen
einen bemerkenswerthen Parallelismus, der ihre wahre Bedeutung uns
erscliliesst.
Der
nmn Statue wird die □
(Kanopos,
. ^ I ww n
Z. 62 rat; etxoa: t?[; (J.v]Tpbs aurijs, hierogl. Z. 31 □ A4 i "jX ° j ?
f die demotische Gruppe — Chrest. S. 169 —, ist identisch mit derjenigen,
welche unsere Inschrift giebt) entgegenges.tellt. Ueber □ ^ vgl.
Brugsch, WB. S. 856 und Suppl. S. 725. Man wird annehmen dürfen, dass
□ ^fj die technische Bezeichnung der Statuen der Göttinnen-Königinnen
war. Dass man aus dieser Gruppe r-p-t den Namen Errhidaios
herausgelesen hat, ist freilich ein starkes Stück. Nun folgt in weiterem
Parallelismus zur Gruppe ,König“ — es ist Philadelphos gemeint
— der Name der Königin, den man mit den ersten Erklärern der Inschrift
Arsinoc zu lesen hat — es ist Arsinoe Philadelphe. Bei Lepsius
fehlt das welches übersehen worden sein muss.
Z. 4. Die folgenden Gruppen bedürfen keiner weiteren sachlichen Erklärung.
Sie entsprechen der Wendung
-apa 0eö Ilavi xoci toI; ouvvaoi? OeoTc
welche in den griechischen Inschriften aus Hammamät, die Letronne in
seinem Recueil, II, 420 f. erläutert hat, nicht selten vorkommt.