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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Krall.

Priestern,  welche  den  Pharaonen  sowohl  Namen  als  Beinamen
zu  gehen  pflegten,  seinem  Vater  Lagos  den  Namen  Ptolemaios
verleihen  liess.  Man  sieht,  dass  hei  dieser  Hypothese  es  nur
höchst  bedenkliche  Auswege  gieht.  Aber  selbst  wenn  man
diese  unwahrscheinliche  Annahme  zugeben  wollte,  so  bliebe
es  noch  räthselhaft,  warum  Ptolemaios  Soter  in  seinem  achten
und  zehnten  Regierungsjahre  sich  ,K.  Ptolemaios,  Sohn  des
Ptolemaios',  in  seinem  dreizehnten  Jahre  ,K.  Ptolemaios'  ohne
jeden  weiteren  Zusatz,  später  dagegen  wieder  ,K.  Ptolemaios,
Sohn  des  Ptolemaios'  bezeichnet  haben  sollte.
Aus  unserer  eingehenden  Erörterung  des  ersten  Erklärungsversuches ­
  scheint  mit  Sicherheit  hervorzugehen,  dass  die  Urkunden, ­
  in  denen  ,Ptolemaios'  ohne  jeden  Zusatz  genannt
wird,  Ptolemaios  Soter,  diejenigen  dagegen,  in  denen  ,Ptolemaios, ­
  Sohn  des  Ptolemaios'  vorkommt,  Ptolemaios  Philadelphos
zuzuweisen  sind.  Die  Protocolle  dieser  Zeit  sind  noch  von
einer  grossen  Einfachheit,  das  ägyptische  Ceremoniell  und  die
ägyptische  Ausdrucksweise  dringen  erst  allmälig  durch. 1  Verhältnissmässig
  spät  erhält  Ptolemaios  Soter  in  den  Urkunden
seines  Sohnes  diesen  Beinamen.  Die  erste  Urkunde,  in  welcher
ein  Priesterthum,  die  Goldkanephorie  der  Arsinoe  Philadelphe,
erwähnt  wird,  ist  der  Contract  aus  dem  Jahre  XIX  des  Philadelphos. ­
  Der  Priester  des  Alexander  und  der  anderen  Ptolemäer, ­
  welcher  später  an  erster  Stelle  erscheint,  war  noch  nicht
eingesetzt.  Die  Weitschweifigkeit  der  Protocolle  erreicht  am
Ausgange  der  Regierung  des  Ptolemaios  Philometor 2  ihren  Höhedrückt ­

  das  Verhältniss  so  aus,  dass  er  den  Namen  Ptolemaios  Pharao
und  Kaisar  gleichsetzt,  Archäol.  VIII,  6,  ‘2:  6  <I>apawv  xax’  AiyunTfou;
ßaaiXia  arjpodvEt  •  o'iu.ai  3’auxou?  ix  7ca(Ba>v  aXXoi;  j(pcopivoo;  ovop-aaiv,  sretoav
Be  ßaaiXeT;  ye'vcovTat,  to  arjuaivoy  ocüxwv  xrjv  ijjoualav  xaxa  -rijv  jcätpiov  yXtoxTav
p,£-ovop.d£saOai.  Kal  yap  ol  x%  ’AXEäjavopslas  ßaaiXsts  aXXoi;  ovogaai  -zaXou-[tevoi
  jipo'xEpov,  Gis  x7)v  ßamXsfav  i’Xaßov,  IhoXepaTot  7ipoa7)yopeü0r)<Jav  xko  tou
Txpojxou  ßaaiXEürs.
1  Recht  schön  ist  dieser  Process  von  Eevillout  dargestellt  worden  in
seiner  ,Etüde  liistorique  et  pliilologique  sur  les  decrets  de  Rosette  et
de  Canope 1  (Revue  areh6ologique,  1877).
2  Als  Probe  sei  das  Protocoll  des  Papyrus  Nr.  218  der  Pariser  Nationalbibliothek, ­
  zu  dem  ein  griechisches  avtlypatpov  (Grey)  vorliegt,  mitgetheilt:
,Jahr  XXXVI,  Athyr  18,  der  Könige  Ptolemaios  und  Kleopatra,  seiner
Schwester,  der  Kinder  des  Ptolemaios  und  der  Kleopatra,  der  Götter
            
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