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Krall.
Priestern, welche den Pharaonen sowohl Namen als Beinamen
zu gehen pflegten, seinem Vater Lagos den Namen Ptolemaios
verleihen liess. Man sieht, dass hei dieser Hypothese es nur
höchst bedenkliche Auswege gieht. Aber selbst wenn man
diese unwahrscheinliche Annahme zugeben wollte, so bliebe
es noch räthselhaft, warum Ptolemaios Soter in seinem achten
und zehnten Regierungsjahre sich ,K. Ptolemaios, Sohn des
Ptolemaios', in seinem dreizehnten Jahre ,K. Ptolemaios' ohne
jeden weiteren Zusatz, später dagegen wieder ,K. Ptolemaios,
Sohn des Ptolemaios' bezeichnet haben sollte.
Aus unserer eingehenden Erörterung des ersten Erklärungsversuches
scheint mit Sicherheit hervorzugehen, dass die Urkunden,
in denen ,Ptolemaios' ohne jeden Zusatz genannt
wird, Ptolemaios Soter, diejenigen dagegen, in denen ,Ptolemaios,
Sohn des Ptolemaios' vorkommt, Ptolemaios Philadelphos
zuzuweisen sind. Die Protocolle dieser Zeit sind noch von
einer grossen Einfachheit, das ägyptische Ceremoniell und die
ägyptische Ausdrucksweise dringen erst allmälig durch. 1 Verhältnissmässig
spät erhält Ptolemaios Soter in den Urkunden
seines Sohnes diesen Beinamen. Die erste Urkunde, in welcher
ein Priesterthum, die Goldkanephorie der Arsinoe Philadelphe,
erwähnt wird, ist der Contract aus dem Jahre XIX des Philadelphos.
Der Priester des Alexander und der anderen Ptolemäer,
welcher später an erster Stelle erscheint, war noch nicht
eingesetzt. Die Weitschweifigkeit der Protocolle erreicht am
Ausgange der Regierung des Ptolemaios Philometor 2 ihren Höhedrückt
das Verhältniss so aus, dass er den Namen Ptolemaios Pharao
und Kaisar gleichsetzt, Archäol. VIII, 6, ‘2: 6 <I>apawv xax’ AiyunTfou;
ßaaiXia arjpodvEt • o'iu.ai 3’auxou? ix 7ca(Ba>v aXXoi; j(pcopivoo; ovop-aaiv, sretoav
Be ßaaiXeT; ye'vcovTat, to arjuaivoy ocüxwv xrjv ijjoualav xaxa -rijv jcätpiov yXtoxTav
p,£-ovop.d£saOai. Kal yap ol x% ’AXEäjavopslas ßaaiXsts aXXoi; ovogaai -zaXou-[tevoi
jipo'xEpov, Gis x7)v ßamXsfav i’Xaßov, IhoXepaTot 7ipoa7)yopeü0r)<Jav xko tou
Txpojxou ßaaiXEürs.
1 Recht schön ist dieser Process von Eevillout dargestellt worden in
seiner ,Etüde liistorique et pliilologique sur les decrets de Rosette et
de Canope 1 (Revue areh6ologique, 1877).
2 Als Probe sei das Protocoll des Papyrus Nr. 218 der Pariser Nationalbibliothek,
zu dem ein griechisches avtlypatpov (Grey) vorliegt, mitgetheilt:
,Jahr XXXVI, Athyr 18, der Könige Ptolemaios und Kleopatra, seiner
Schwester, der Kinder des Ptolemaios und der Kleopatra, der Götter