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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  II.

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Gruppe  ich  einzelne  Zeichenreste  zu  erkennen  glaube.  Wieder

nach  einer  Lücke  liest  man  ,meine  (?)  andere  Hälfte'.

Nun  folgt  eine  Formel,  welche  mit  den  Gruppen
AA/WVA  ^  o  A
,nicht  kann  wegziehen'  beginnt  und  mit  ^  Bhl  ,irgendwer

ewiglich'  schliesst.  Aehnliche  Formeln  ,Niemand  kann  davon
abstehen  (oder  ,dies  abstreiten')  ewiglich'  kommen  sehr  häufig
in  den  Contracten  vor.  Von  der  fünften  und  sechsten  Zeile
ist  zu  wenig  erhalten,  um  schon  jetzt,  bevor  weitere  Texte
aus  dieser  Zeit  in  zuverlässigen  Facsimiles  vorliegen,  eine  befriedigende ­
  Erklärung  wagen  zu  können.  Es  besteht  für  uns
kein  Zweifel,  dass  der  in  diesem  Contracte  genannte  Choacliyte
  Psenisis  mit  dem  in  anderen  von  Revillout  mitgetheilten
Texten  1  aus  der  Zeit  des  Dareios  erwähnten  Choachyten  dieses
Namens  identisch  ist,  und  dass  der  grössere  Theil  dieser  ältesten
demotischen  Texte  wieder  den  Rest  eines  alten  Familienarchivs
darstellt.

III.  Zur  Ptolemäergeschichte.

In  seiner  1852  erschienenen  akademischen  Abhandlung
,Ueber  einige  Ergebnisse  der  ägyptischen  Denkmäler  für  die
Kenntniss  der  Ptolemäergeschichte'-  hat  R.  Lepsius  auf  die
hohe  Wichtigkeit  der  Protocolle  der  demotischen  Urkunden
aufmerksam  gemacht  und  zugleich  die  damals  zugänglichen
Texte  für  die  Geschichte  und  Chronologie  der  Ptolemäer  verwerthet.
 3  Seitdem  haben  die  Publicationen  Revillout’s 4  auch
nach  dieser  Richtung  hin  neues  Material,  —  aber  auch  neue
Probleme  zu  Tage  gefördert.  Von  den  letzteren  sollen  die-1
  Bibliotlieque  Nationale  Nr.  216,  217  (Chrest.  S.  330  f.),  Louvre  3231  (N.
Clirest.  S.  139  Note),  Louvre  7128  (Revue  6gypt.  II,  31  f.),  vgl.  auch
Lepsius,  Dkm.  VI,  125  II".
2  Abhandlungen  der  Berliner  Akademi^  der  Wissenschaften,  1852,  S.  455  f.
3  Mit  Recht  sagt  Revillout,  Revue  dgypt.  III,  G,  A.  2  :  ,C’est  M.  Lepsius
qui,  &  l’aide  des  protocoles  d6inotiques,  alors  en  sa  possession,  en  a  d6-finitivement
  6tabli  les  traits  fondamentaux*.
4  Vor  Allem  in  seinen  Schriften:  Chrestomathie  demotique,  1880,  Nouvelle
Chrestomathie  demotique,  1878,  und  in  der  von  ihm  lierausgegebenen
Revue  egyptologique,  die  jetzt  in  ihrem  dritten  Jahrgange  steht.
            
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