Studien zur Geschichte des alten Aegypten. II.
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Gruppe ich einzelne Zeichenreste zu erkennen glaube. Wieder
nach einer Lücke liest man ,meine (?) andere Hälfte'.
Nun folgt eine Formel, welche mit den Gruppen
AA/WVA ^ o A
,nicht kann wegziehen' beginnt und mit ^ Bhl ,irgendwer
ewiglich' schliesst. Aehnliche Formeln ,Niemand kann davon
abstehen (oder ,dies abstreiten') ewiglich' kommen sehr häufig
in den Contracten vor. Von der fünften und sechsten Zeile
ist zu wenig erhalten, um schon jetzt, bevor weitere Texte
aus dieser Zeit in zuverlässigen Facsimiles vorliegen, eine befriedigende
Erklärung wagen zu können. Es besteht für uns
kein Zweifel, dass der in diesem Contracte genannte Choacliyte
Psenisis mit dem in anderen von Revillout mitgetheilten
Texten 1 aus der Zeit des Dareios erwähnten Choachyten dieses
Namens identisch ist, und dass der grössere Theil dieser ältesten
demotischen Texte wieder den Rest eines alten Familienarchivs
darstellt.
III. Zur Ptolemäergeschichte.
In seiner 1852 erschienenen akademischen Abhandlung
,Ueber einige Ergebnisse der ägyptischen Denkmäler für die
Kenntniss der Ptolemäergeschichte'- hat R. Lepsius auf die
hohe Wichtigkeit der Protocolle der demotischen Urkunden
aufmerksam gemacht und zugleich die damals zugänglichen
Texte für die Geschichte und Chronologie der Ptolemäer verwerthet.
3 Seitdem haben die Publicationen Revillout’s 4 auch
nach dieser Richtung hin neues Material, — aber auch neue
Probleme zu Tage gefördert. Von den letzteren sollen die-1
Bibliotlieque Nationale Nr. 216, 217 (Chrest. S. 330 f.), Louvre 3231 (N.
Clirest. S. 139 Note), Louvre 7128 (Revue 6gypt. II, 31 f.), vgl. auch
Lepsius, Dkm. VI, 125 II".
2 Abhandlungen der Berliner Akademi^ der Wissenschaften, 1852, S. 455 f.
3 Mit Recht sagt Revillout, Revue dgypt. III, G, A. 2 : ,C’est M. Lepsius
qui, & l’aide des protocoles d6inotiques, alors en sa possession, en a d6-finitivement
6tabli les traits fondamentaux*.
4 Vor Allem in seinen Schriften: Chrestomathie demotique, 1880, Nouvelle
Chrestomathie demotique, 1878, und in der von ihm lierausgegebenen
Revue egyptologique, die jetzt in ihrem dritten Jahrgange steht.