Studien zur Geschichte des alten Aegypten. II.
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Der eben angeführten demotischen Gruppe entspricht in der
That nachweislich die Transscription ‘bcqjJ.'nc (,Der des Min') bei
Brugsch, Sammlung demotischer Urkunden, S. 19 f.
Wir haben zum Schlüsse noch einer Erscheinung zu gedenken,
die für die Erklärung der demotischen Gruppen von
Wichtigkeit ist. Nicht immer sind die Ligaturen im Demotischen
abgeleitet von den hieratischen, oft sind sie wieder
ohne Berücksichtigung der historischen Schreibung durch Verbindung
demotischer Zeichen entstanden. So ist sches, dienen,
nicht aus dem hier oglyp Irischen, beziehungsweise hieratischen
Zeichen (j p, dem es der Bedeutung und Lesung nach
vollkommen entspricht, sondern aus der Verbindung der demotischen
Zeichen 3 = 5» und —l— = c entstanden. Wir glauben,
dass die Gruppe 3u daher nicht, wie Brugsch
(Suppl. S. 58, 929) es thut, paläograpkisch als mh, sondern als
otmöujc, breit sein, altägyptisch p^> P ® zu fassen ist. Die wirkliche
demotische Schreibung von «m, in der Verbindung u*. ton
(mein Wissen), giebt die Erzählung von Chamois, IV, 6. Nach
dem bekannten ^ j 1 ^ ^ Saale, in dem der Todte gerichtet
wurde, konnte in übertragener Bedeutung die Stätte, an- der
Recht gesprochen wurde, demotisch ,ei-n-uoschs‘, hierogl. etwa
jj p ® (Brugsch, Suppl. S. 929) geschrieben werden.
Hatte sich nun einmal für den Gerichtsort diese Schreibung eingelebt,
so lag es nahe, die in religiösen Texten so häufige
Gruppe p ® ß ß Bl Bl ^- erao ^ sc ^ t~ use 7* n - uoschs
wiederzugeben (Brugsch, Suppl. S. 927). Die religiösen Texte in
demotischer Schrift bieten ein eigenartiges Gemenge von volksthümlichen,
auch in profanen Texten üblichen Schreibungen
lind von solchen, die nur eine einfache Umschrift der hieratischen
Vorlage mit demotischen Zeichen darstellen.
Aus den voranstehenden Erörterungen erhellt zur Genüge,
dass alle Transscriptionen nur Nothbehelfe sind. Der Umstand,
dass nur wenige Druckereien mit demotischen Typen
versehen sind, nöthigt uns jedoch, die demotischen Texte in
hieroglyphischer Umschrift zu geben. Für die demotischen