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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Studien  zur  Geschichte  des  alten  Aegypten.  II.

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Der  eben  angeführten  demotischen  Gruppe  entspricht  in  der
That  nachweislich  die  Transscription  ‘bcqjJ.'nc  (,Der  des  Min')  bei
Brugsch,  Sammlung  demotischer  Urkunden,  S.  19  f.
Wir  haben  zum  Schlüsse  noch  einer  Erscheinung  zu  gedenken, ­
  die  für  die  Erklärung  der  demotischen  Gruppen  von
Wichtigkeit  ist.  Nicht  immer  sind  die  Ligaturen  im  Demotischen ­
  abgeleitet  von  den  hieratischen,  oft  sind  sie  wieder
ohne  Berücksichtigung  der  historischen  Schreibung  durch  Verbindung ­
  demotischer  Zeichen  entstanden.  So  ist  sches,  dienen, ­
  nicht  aus  dem  hier  oglyp  Irischen,  beziehungsweise  hieratischen ­
  Zeichen  (j  p,  dem  es  der  Bedeutung  und  Lesung  nach
vollkommen  entspricht,  sondern  aus  der  Verbindung  der  demotischen ­
  Zeichen  3  =  5»  und  —l—  =  c  entstanden.  Wir  glauben, ­
  dass  die  Gruppe  3u  daher  nicht,  wie  Brugsch
(Suppl.  S.  58,  929)  es  thut,  paläograpkisch  als  mh,  sondern  als
otmöujc,  breit  sein,  altägyptisch  p^>  P  ®  zu  fassen  ist.  Die  wirkliche ­
  demotische  Schreibung  von  «m,  in  der  Verbindung  u*.  ton
(mein  Wissen),  giebt  die  Erzählung  von  Chamois,  IV,  6.  Nach

dem  bekannten  ^  j  1  ^  ^  Saale,  in  dem  der  Todte  gerichtet
wurde,  konnte  in  übertragener  Bedeutung  die  Stätte,  an-  der
Recht  gesprochen  wurde,  demotisch  ,ei-n-uoschs‘,  hierogl.  etwa
jj  p  ®  (Brugsch,  Suppl.  S.  929)  geschrieben  werden.
Hatte  sich  nun  einmal  für  den  Gerichtsort  diese  Schreibung  eingelebt, ­
  so  lag  es  nahe,  die  in  religiösen  Texten  so  häufige
Gruppe  p  ®  ß  ß  Bl  Bl  ^- erao ^ sc ^  t~ use 7*  n -  uoschs

wiederzugeben  (Brugsch,  Suppl.  S.  927).  Die  religiösen  Texte  in
demotischer  Schrift  bieten  ein  eigenartiges  Gemenge  von  volksthümlichen,
  auch  in  profanen  Texten  üblichen  Schreibungen
lind  von  solchen,  die  nur  eine  einfache  Umschrift  der  hieratischen ­
  Vorlage  mit  demotischen  Zeichen  darstellen.
Aus  den  voranstehenden  Erörterungen  erhellt  zur  Genüge,
dass  alle  Transscriptionen  nur  Nothbehelfe  sind.  Der  Umstand, ­
  dass  nur  wenige  Druckereien  mit  demotischen  Typen
versehen  sind,  nöthigt  uns  jedoch,  die  demotischen  Texte  in
hieroglyphischer  Umschrift  zu  geben.  Für  die  demotischen
            
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